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Semesterhalbzeit

Hach, so schnell kann’s gehen. Wir schreiben Ende Mai, Anfang April hat das Semester begonnen und Mitte Juli ist es auch schon wieder vorbei. Zusammengerechnet bedeutet das in etwa, dass das Semester bzw. die Vorlesungszeit schon wieder zur Hälfte vorüber ist. Schiller kann dem nur beipflichten:

Dreifach ist der Schritt der Zeit:
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
ewig still steht die Vergangenheit.

Und das Obige macht es nicht besser. Es fühlt sich nur noch schwerer an. Aber der Mensch ist auch nicht untätig, während er langsamen aber sicheren Schrittes dem Ende entgegen geht… So finden sich unter Preparation (dt.: Vor-/Nachbereitung) schon eine beträchtliche Anzahl von Notizen aus spannenden Veranstaltungen wie Friedenssicherung, Kollektive Identitätsarbeit und Neuronale Netze. Auch dreht sich das mathematische Rad weiter und optimiert seinen Lauf.

Auszerdem haben in diesen Tagen die alljährlichen Gremienwahlen an der Uni stattgefunden.. Immer wieder ein Trauerspiel, wie ich finde. Einerseits was die geringe Beteiligung betrifft, aber auch wie die Fachschaftsräte dies zu bekämpfen versuchen: mit fettiger Wurst, trockenem Brötchen, süszem Eis und einer wahrscheinlich sehr lustigen Wahlparty. Handfestes Mittelchen Futter für gesellschaftliche Teilhabe. In diesem Sinne möchte ich mit Sartre schlieszen:

Vielleicht gibt es schönere Zeiten,
aber diese ist die unsere.

PS: Weitere zumeist deprimierende Zitate zur Zeit bei Wikiquote.

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