Städtische Träume ländlicher Freiräume
Der ländliche Raum wird zunehmend menschenleer, was Konsequenzen darauf hat, wie die Bevölkerung füreinander sorgt und welche Rolle der Staat einnimmt. Die taz macht aus der Not eine Tugend und sieht in diesem Prozess, die Chance alternative Wege und Formen gesellschaftlicher Praxis zu finden:
TAZ-SERIE “FREIRÄUME”
Weite Teile deutscher Bundesländer werden in den nächsten 25 Jahren veröden: Die Abwanderung der Bevölkerung in Ballungsgebiete ist nicht aufzuhalten. Dies bedeutet in den betroffenen Gebieten einen dramatischen Abbau der Infrastruktur. Der Staat zieht sich graduell aus manchen Landstrichen zurück. Ein solcher Schrumpfungsprozess ist im “Modell Deutschland” nicht vorgesehen. Diese Entwicklung bietet auch Chancen: In den dünn besiedelten Gebieten wachsen zivilgesellschaftliche Modelle, entstehen Freiräume für experimentelle Politik.
In dieser Serie werden verschiedenste Regionen wie Sachsen-Anhalt, das französische Limousin und das nordschwedische Arjeplog vorgestellt, die sich ähnlichen Herausforderungen ausgesetzt sehen: ansteigender Altersdurchschnitt und sinkende Bevölkerungszahl. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Ämter werden zusammengelegt und geschlossen. Der öffentliche Personennahverkehr an Passagieren gemessen wird ineffektiver und schleichend immer weiter abgebaut. Aber jenseits dieser Hiobsbotschaften gibt es interessante Perspektiven, die es gilt näher zu betrachten. Bislang sind die folgenden Artikel erschienen:
- Wenn der Staat schrumpft - 12.4.2005
- Einstimmung auf kommende Grausamkeiten - 19.4.2005
- Der schleichende Tod der Creuse - 26.4.2005
- Lass den Bus sausen, fahr Auto! - 3.5.2005
- Die Stadt - das zu große Kleid - 17.5.2005
- So weit, so leer, so arm - 7.6.2005
- Wer kann, geht weg aus Mingo - 14.6.2005
- Noch viel Raum für Raumpioniere - 21.6.2005
Im Übrigen spricht auch nix gegen ein Tazabo bzw. Surferbeitrag.



