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Archive for July, 2005
Warum passiert sowas, wenn ich mal das Gefühl habe gut vorbereitet und im Zeitplan zu sein? Immer wenn ich unter groszem Stress auf dem letzten Drücker durch die Folien einer Vorlesung gerast bin, war die Prüfung pünktlich.
Published on July 12th, 2005 at 13:17. Filed under deutsch
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The clock turns 10 p.m. and it is still quite warm (24° C) outside. I almost enjoy preparing for the exams on the balcony of the Wohnheim (residential home)…
Published on July 11th, 2005 at 22:06. Filed under english
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I just read an inspiring article by Raúl Zibechi (published in German in City of COOP) on occupied factories and other workplaces in Argentina. It discusses how the workers are facing the legacy of capitalist specialization and isolation that was represented in the workplace hierarchies as well as in the way how machines were utilized in the workflow. Just as Michael Albert proposed in his vision of a participatory economy the workers are learning how to manage the workplace for themselves by appropriating skills from formerly isolated departments. They are very able to replace foremen and managers in factories and by doing so create their workplace anew with a positive energy transforming relations between themselves and the local neighborhood. The latter is especially important, since the factories are small islands in a capitalist ocean. Occupied workplaces have become cultural centers in neighbordhoods offering a diversity of workshops, exhibitions, and concerts creating territorial ties that haven’t been there before. There are now about 170 occupied factories and companies in Argentina transformed to cooperatives that were seized by workers in a struggle against the closing of their workplaces mostly due to bankruptcy. Even though this movement is still quite small, it exemplifies — in reality, not in a book— how an alternative economy based on solidarity, cooperation, and participation can work. Very promising.
Published on July 11th, 2005 at 13:16. Filed under reading, english, selfrule
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In the article New media and internet activism: from the ‘Battle of Seattle’ to blogging Richard Kahn and Douglas Kellner discuss how
the internet may be deployed in a democratic and emancipatory manner by a growing planetary citizenry that is using the new media to become informed, to inform others, and to construct new social and political relations.
I still want/have to write an essay on the emancipatory potential of internet with the focus on social software like blogs and wikis. So this is a good warm-up.
Published on July 11th, 2005 at 00:44. Filed under reading, english, technology
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Wenn sich periodische Feiertage nähern, die sich auf ein zurückliegendes Ereignis beziehen, kommen dann immer die Fragen, was mensch sich da so wünsche. Prinzipiell würde ich das so halten, wie es das lyrische Du in Fettes Brots ‘Kuba’ auf ‘Am Wasser Gebaut’ äußert:
ich hatte dich gefragt was wünscht du dir zum Geburtstag
worauf du mir gestern sagtest
du hast nur einen Wunsch wenn du diese Welt betrachtest
dass sie besser wird das wäre echt fantastisch
das schenk ich dir, sogar etwas selbstgemachtes
mhm nun sieht es aber so aus
dass man für Gerechtigkeit kein Gelaber mehr braucht
wir machen ne Revolution, wie auf Kuba, hier …
Nun ist das aber nur das Prinzip. Praktisch lässt sich das nicht immer so umsetzen. Und im folgenden Jahr wäre ja dann nix mehr zum Wünschen übrig. Also warten wir pragmatisch noch ein Weilchen und stellen eine kleine Bücherliste mit ISBN-Nummern gefüllt auf. Das tat ich, auch wenn mir dabei immer ein wenig unwohl ist. Meine Eltern haben diese Liste ignoriert und mir stattdessen ein kleines, mobiles Musikabspielgerät geschenkt. Das hat mich heute auch beim Joggen begleitet…
Meine Geschwister haben sich dafür allerdings an der ISBN-Liste bedient und mir zwei wunderbare Bücher geschenkt, so dass ich mich nun von der Prüfungsvorbereitung ablenken und im stillen Wohnheimkämmerchen bzw. wahlweise auf dem luftigen -balkönchen die Weltrevolution planen kann:
Meine liebe Schwester hat mir eine Brief- und Textsammlung des Revoluzzerklassikers Georg Büchner geschenkt: ‘Friede den Hütten! Krieg den Palästen!’ erschienen in der Edition Nautilus, von der ich schon so manche Lektüre gelesen und/oder im Regal zu stehen hab. Dieses Buch habe ich mir für die Sommerferien in fremden Städten reserviert. Danke!
Von meinem Bruder habe ich ‘City of COOP’ herausgegeben von Stephan Lanz geschenkt bekommen. Es ist in der Reihe metroZones des Berliner Verlags b_books erschienen und thematisiert in verschiedenen Berichten und Interviews neue Formen kollektiver und lokaler Politik, Kultur und Ökonomie in den Metropolen Rio de Janeiro und Buenos Aires. Ich glaube dieses Buch ist sehr spannend. Ich habe einen Artikel über die Auswirkungen des Film ‘City of God’ auf die reale Siedlung Cidade de Deus in Rio und einen anderen (zur Hälfte) über besetzte Fabriken in Argentinien gelesen. Mehr dazu später. Danke auch Dir, werter Bruder. Da kann ich nur wiederholen: Latin America seems to be the place where it’s happening.
Mit diesen Lektüren und anderen im Regal auf meine Aufmerksamkeit wartenden Bücher ist die Revolution nur noch ein paar Seiten entfernt…
Published on July 10th, 2005 at 19:04. Filed under reading, deutsch
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(Via) Those folks of m-citystill do amazing graffiti city-scapes that are a great pleasure to look at. Now they have filled a long wall in Warsaw with their urban perspective. A mpeg-movie (25 MB) shows how they did it. Good stuff.
Image from M-City
Published on July 8th, 2005 at 13:37. Filed under finding, english, streetart, urbanlife
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Heute Morgen bin ich noch zu den Berichten über die Auswahl von London als Olympia-Stadt 2012 aufgewacht und im Laufe des Vormittags haben Bombenexplosionen in 5 Londoner U-Bahn-Stationen Menschen verletzt und auch getötet. Schnell haben Terrorexperten Al Quaida als die Drahtzieher ausgemacht, allerdings lässt sich im Moment meiner Meinung nach noch nicht viel Zuverlässiges sagen. Über die Tragödie für die Opfer hinaus, liefern diese Anschläge leider den Eliten in Gleneagles Argumente für ihren ‘Krieg gegen den Terror’. So makaber es auch klingt, warum spielen diese Terroristen den Rüstungsverdienern und Kriegstreibern in die Hände?
Aktuelle Infos zu den Anschlägen in London gibt es auf: tagesschau.de, spiegel.de, dt. Wikinews
Published on July 7th, 2005 at 15:28. Filed under deutsch, urbanlife
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Gestern fand, wie angekündigt, die Anti-G8-Kundgebung in Magdeburg auf der Wiese zwischen den Kommerztempeln statt. Trotz grauer Wolken und später auch Regen haben sich etwa 30 Leute zusammengefunden, die wissen, dass elitäre Kreise wie die G8 die Probleme der Welt nicht in lockerer Atmosphäre an einem Golfplatz lösen können, sondern dem eher im Weg stehen. Die Polizei war wie so oft viel zu unterfordert — zumindest bis sie das Flugblatt erhalten haben — und hat wohl eher mit gewaltbereiten Jugendlichen gerechnet. Man hört doch immer so Sachen in den Medien, dass die alles kaputt machen wollen und so… Nun, das wollten wir nicht. Wir wollten eher darauf aufmerksam machen, dass es noch andere Herangehensweisen an den G8-Gipfel gibt, als beweihräuchernde Live8-Konzerte, die einem das Gute Tun so einfach wie möglich machen und den globalen Protest damit den Wind aus den Segeln nehmen wollen. Im Prinzip haben ja auch alle was davon: die Stars, die Menschen des globalen Nordens und die Weltentscheider. Tja, und Afrika und der restliche Trikont soll sich da mal nicht einmischen. So sagt Claudia Schiffer entschlossen: „Ich habe selbst zwei Kinder. In Namen aller afrikanischen Mütter bitte ich die Politiker, jetzt etwas zu unternehmen.“ Abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass afrikanische Mütter von der Schiffer vertreten werden möchten, lehrt uns doch die Geschichte der Elitengipfel, dass es nicht reicht, die Politker zu bitten, etwas zu unternehmen. Das ist nicht mein Verständnis von Demokratie. Aber unter Eliten kann man schonmal gegenseitig Bitten aussprechen. Das landet dann wohl eher auf der Agenda, als wenn der einfache Mensch von der Straße sich etwas wünscht. Ich will nicht auf den guten Willen der Machtinhaber angewiesen sein. Stattdessen gilt es gewaltfrei solche Strukturen abzuschaffen und basisdemokratisch Veränderung herbeizuführen. Eine besser Welt ist nur von unten und für alle machbar. Diese Ansicht wird im groben auch von den Demonstranten in Schottland und anderswo auf der Welt geteilt, die im Moment massiver staatlicher Repression ausgesetzt sind.
Aktuelle Informationen zu Aktionen gegen den G8-Gipfel in Schottland: gibt es auf UK Indymedia und auf der schottischen Indymedia-Seite.
Published on July 7th, 2005 at 15:26. Filed under deutsch, magdeburg
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Das EU-Parlament hat mit großer Mehrheit den Entwurf einer Softwarepatentrichtlinie der EU-Kommission abgelehnt. Jippie!
Mehr Info gibts bei heise.de und bei tagesschau.de
Published on July 6th, 2005 at 15:21. Filed under deutsch
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Mit der Veröffentlichung von iTunes 4.9 bekommt das Podcasting eine wesentlich breitere Nutzerbasis, was nun hoffentlich bald auch hiesige Radioanbieter dazu bewegen könnte, Teile ihres Angebots via Podcast bzw. ‘RSS with enclosures’ zur Verfügung zu stellen. DeutschlandRadio Kultur und Deutschlandfunk haben ja immerhin schon ausgewählte Sendungen als MP3 in ihrem ‘Audio on Demand’-Bereich. Allerdings ist es eher mühsam, diese manuell und einzeln runterzuladen. Sinnvoll wäre es, wenn man sie elegant im Podcastclient der Wahl abonnieren könnte. Fabian Mohr meint auf onlinejournalismus.de dazu (via):
Die große Schwäche des Mediums Radio ist ja, dass es von seinen Hörern immer noch erwartet, ihre private Tagesplanung nach dem starren Programmschema der Sender auszurichten. Eine Erwartung, die nicht mehr haltbar ist. Es gibt nichts antiquierteres als die morgendlichen Programmhinweise auf BR2 oder SWR2, in denen den Hörern angekündigt wird, welche Sendungen sie heute wieder verpassen. Was spräche beispielsweise dagegen, einen RSS-Podcastfeed aller Wissenschaftssendungen aller ARD-Hörfunksender anzubieten? Wir haben für diese Sendungen bereits bezahlt, warum macht die ARD sie uns nicht leichter zugänglich?
Tja, das frage ich mich nun auch schon länger. In Teilen der englischsprechenden Welt ist Podcasting weder Fremdwort noch Tabu:
Während einige kanadische, britische und amerikanische Sender gerade jede Menge neuer partizipatorischer Programmkonzepte ausprobieren, scheint im deutschen Radio die Zeit still zu stehen.
Da kann man nur hoffen, dass es in den deutsch(sprachig)en Rundfunkanstalten bald klick macht und wir auf subscribe klicken dürfen. Jeden Tag Adam Curry ist auf Dauer auch nicht so der Bringer. Ich freue mich auch auf eine steigende Anzahl selbstgemachter, unabhängiger Podcasts. Einziges Problem ist: ich brauche nach wie vor nur 3 Minuten zur Uni. Ich müsste eigentlich aufs Land ziehen. Dann könnte ich mehr Podcasts hören und viel mehr lesen…
Nachtrag
Wer in diesen Tagen nicht in Schottland ist, kann dafür aber den Indymedia-Podcast abonnieren und so einem Interview mit Mitgliedern der Rebel Clown Army und einer unterhaltsamen Befragung eines Clowns durch einen schottischen Polizisten lauschen (MP3). Das mache ich auch gerade.
Published on July 5th, 2005 at 16:33. Filed under finding, deutsch, technology
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