Die Bundeswehr gibt sich folkloristisch
Auf der Ankündigung von „zwei glanzvollen militärischen Zeremonien“, nämlich einem Gelöbnis und einem Großen Zapfenstreich, die morgen (Donnerstag) zu Ehren Magdeburgs in der Jubiläumsreihe gehalten werden sollen, wird die lange, ungebrochene Tradition der deutschen Militärmusik beworben. Ich bin mir nicht so sicher, ob es etwas Gutes ist, wenn alte Militärtraditionen gepflegt werden. Hätte die Bundeswehr nicht nur Grund sondern auch Verpflichtung dazu, sich von ihren Traditionen zu lösen? Zumal Militärmusik doch hauptsächlich der Aufwertung vom kriegerischen Kampf dient. Auch finde ich nicht, dass das Geloben von Gehorsam dem Staat gegenüber erstrebenswert ist.
Das Militär gehört nicht in die Mitte der Gesellschaft. Es gehört abgeschafft.
Die hiesige Antikriegsgruppe (mich eingeschlossen), andere pazfistischen und antimilitaristischen Gruppen und Menschen lehnen es ab, dass die Bundeswehr sich in unserer Stadt feiert, als ob Magdeburg nicht genug von Krieg und Militär hätte. Dies ist kein Ort für Marschmusik und Kriegsromantik! Daher gibt es morgen, ab 15:30 vor der Hauptpost eine Gegendemo mit Redebeiträgen, Ständen, Volxküche und vielen mehr. Mehr Info gibt es im Aufruf der Antikriegsgruppe.


