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Stiftung Warentest will von Podcasting nix wissen

In der aktuellen Ausgabe der test (Nr. 9, September 2005) gibt es einen Artikel über digitales Radio mit dem Titel: Radio über All und Netz. Im Teaser heiszt es: „test sagt, welche Übertragungswege und Techniken Sie heute schon nutzen können.“ So werden die verschiedenen Verfahren zum Empfang digitalen Radios vorgestellt: Satellit, Internet (also Live-Stream), DAB, Mittel-/Kurzwelle und DVB-T. Probleme sind u.a. mangelnde Auswahl an und auch hohe Anschaffungspreise für erforderliches Gerät. Dabei wird Podcasting hier meiner Meinung nach völlig ausgeblendet, obwohl es doch in diesen Wochen so heisz gehandelt wird. Die test-Redaktion muss schon ziemlich bewusst weggeschaut haben, um die gegenwärtigen Entwicklungen um Podcasting zu übersehen. Wesentliche Rundfunkanbieter wie Deutschlandradio Kultur und -funk testen derzeit, inwiefern bestimmte Inhalte via Podcasting verteilt werden können. Selbst die Tagesschau veröffentlicht die 20 Uhr Ausgabe als Podcast. Ganz zu schweigen, was im englischsprachigen Bereich passiert. Selbst wenn viele Angebote experimenteller Natur sind, wäre es mindestens eine Randnotiz wert gewesen. Dem war aber nicht so. Schau ich mir die vorgestellten Wege digitales Radio zu empfangen an, lohnt es sich überhaupt nicht auf diesen Zug aufzuspringen. Und diesen Eindruck scheinen auch die Verbraucher zu teilen. Die test schlieszt aber optimistisch:

„Digitalradio lebt. Wie es weitergeht, bestimmen nicht nur Politik, Sender und Hersteller, sondern auch die Hörer. Die spannendsten und günstigsten Angebote gibts derzeit via Satellit und Internet. Nur Wellen reiten muss man selbst.“

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