Sauberkeit und gute Laune
Kampagnen für gute Stimmung und mehr Sauberkeit scheinen in diesen Tagen sehr hipp zu sein. Nicht nur auf Bundesebene sondern nun auch hier auf kommunaler Ebene wird mit groszflächigen Werbebannern an die Bürger appelliert, sich den Umständen enstprechend zu verhalten. In Magdeburg sieht es dann so, dass die Menschen ihre Stadt doch bitteschön sauber halten sollten. So heiszt es in der Presseinfo:
“Ausgangspunkt der Aktion ‘Bleib sauber Magdeburg!’ ist der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger, das insgesamt gute Erscheinungsbild Magdeburgs weiter zu verbessern”, so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper zum Start der Werbeoffensive. [...]
Zu den Themen, die “Bleib sauber Magdeburg!” aufgreifen wird, gehören z.B. die Verunreinigung von Fußwegen, Grünanlagen und Wiesen durch Hundekot, die Sauberkeit auf Spielplätzen, die illegale Ablagerung von Müll auf Container-Stellplätzen sowie illegale Graffiti-Schmierereien an Häusern und Gebäuden.
Endlich nähern wir uns den grundlegenden Problemen Magdeburgs: Schmutz und miese Stimmung. Neben dem überdimensionalen Fußballstadion, welches sich nun im Bau befindet, soll Magdeburg nun also auch mit blitzeblanken Gehwegen und grauen Wänden einen guten Eindruck machen. Da lässt sich die Qualität des Arbeitslosendaseins so mancher Magdeburger doch noch wesentlich steigern.
Übrigens sollte auch hier eine kleine medienkritische Beurteilung nicht ausbleiben. Die Volksstimme, Haus- und Hofpresse der Stadtverwaltung, weisz sich nämlich in diese Kampagne mit ihrem ganzen Know-How einzubringen – mit Hilfe der Zwischenablage. Der Volksstimme-Artikel scheint mir hier doch arg eng an der Pressemitteilung zu liegen. Vielleicht ist die Volksstimme hier auch einfach dem Aufruf der Presseinfo gefolgt, als Firma oder Unternehmen die Kampagne zu unterstützen. Für normale Menschen sollte es ausreichen, einfach sauber zu bleiben.
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