Aufruhr in der Gemeinde
Die Nutzerbasis der Jugendcommunity jetzt.de ist stinke sauer, weil sie scheinbar mehrheitlich der Meinung ist, dass die Betreiber den Relaunch ein wenig zu weit getrieben haben. Diese Netzgemeinde ist einst aus dem Jugendmagazin Jetzt der Süddeutschen entsprungen, als letztere ersteres nicht mehr finanzieren konnte. Es entwickelte sich eine recht integrierte Community — vielleicht ein wenig vergleichbar mit LiveJournal oder MySpace. So lebt die Seite von ihren Nutzern, da sie es sind, die die Inhalte produzieren. Und es ist sicherlich auch nicht am SZ-Verlag vorbeigegangen: content is king. Nun, im Moment fühlen sich die jetzt.de-Nutzer aber gerade nicht wie Könige, sondern eher wie Fremde im eigenen Land. Die Ente fasst den Unmut zu folgenden Hauptkritikpunkten zusammen:
- Unübersichtlichkeit
- neue Kategorien ersetzen alte
- Userguide für die alten User
- Links zu Artikeln der Süddeutsche
- nicht aussagende Icons
- keine Bilder
- alles sieht gleich aus, egal wo mensch sich befindet
- Betreiber gehen scheinbar nicht auf Nutzerwünsche ein
- Werbung und Umsatz stehen über der Community
- Kommerzialisierung
Wenn das nicht klappt, könnten sich die Autoren auch komplett von einer engen Community frei machen und Blogs aufsetzen oder anmelden. Die Gemeinde ist bestimmt stark genug, als dass sie sich auch dezentral wieder findet.
Danke für den Hinweis, liebe Ente.





December 12th, 2005 at 11:17 pm
Dass sich das Layout geändert hat, ist das eine. Es widerspricht jeglichen Usability Guidelines, ist aber sicherlich mit einigem Zähneknirschen verwindbar. Das Schlimme ist, dass sich die SZ offensichtlich mit Artikeln und auch sonst in den Inhalt der ehemals freien Community einmischt. Wenn ich Artikel der SZ lesen will gehe ich direkt auf deren Homepage - auf jetzt.de haben solche Artikel nichts verloren.