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Archive for February, 2006

What would Mario do?

Parkour gang in Toronto - Image by Lex in the City When i go to the meetings of the anti-war group i often learn about interesting things from Jan who is into all kinds of stuff. Today i learned about the sport discipline of moving smoothly vertically and horizontally through urban terrain. Simply put, the athlete jumps from one roof to another, or from the roof on the ground or over fences, … This kind of spare time activity is called Parkour and comes from France. If you want to know how this would relate to Mario Brothers, then watch the founder of Parkour, David Belle, move in a marioesque way. Have we come so far that we have to relate to a video game to describe a fundamental concept like jumping around just as our forefathers and mothers did in the jungle? Well, important note for all Parkour enthusiasts and wannabes: you are not alone. In many cities of the world Parkour gangs practice their passion.

In Magdeburg wird in diesen Tagen dienstags 18-20 Uhr und donnerstags 16-18 Uhr in der Halle der Friedrich-Fröbel Schule (Ende der Kleinen Schulstrasze) trainiert.

Published on February 28th, 2006 at 23:25.
Filed under english, deutsch, magdeburg, mobility, urbanlife

Den Himmel stürmen

Am Freitag um 19 Uhr werden die ÜbersetzerInnen von Steve Wrights Doktorarbeit im Thiembukto Blaue Welt Archiv in der Thiemstrasze zu Gast sein und über den italienischen Operaismus reden. Spannend u.a. daran ist, dass es junge Arbeiter waren, die Veränderung machen wollten – nicht (nur) langhaarige Studenten.

Aus der Ankündigung bei der FAU:

In Italien gelang es der operaistischen Bewegung um Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre recht breiten Einfluß zu erlangen, was zu einer allgemeinen Radikalisierung der Kämpfe führte – die zu jener Zeit an einen weitverbreiteten Widerstand gegen die Zumutungen einer hochgradig stupiden Fließbandarbeit besonders unter jungen ArbeiterInnen erfolgreich anknüpfen konnte. Ihnen ging es nicht um die Befreiung der Arbeit, sondern um die [Befreiuung] von der Arbeit. Sie wollten nicht länger zu ihrem Arbeiterdasein verdammt sein und strebten gemeinsam mit den rebellischen Studenten und gegen die etablierte kommunistische Linke und ihre Gewerkschaften eine Überwindung der kapitalistischen Gesellschaft an. In den späten 1970er Jahren wurde die Bewegung durch den italienischen Staat gewaltsam niedergeschlagen. Tausende ihrer Militanten landeten im Gefängnis, so übrigens auch der eingangs erwähnte Antonio Negri.

Aus dem Klappentext des Buchs:

Der kritische Blick des Operaismus auf den Einsatz von Technologie und Maschinerie als Kontrollinstrument des Kapitals ermöglichte eine Technikkritik »von unten«, lange bevor es überhaupt eine ökologische Bewegung gab.
In Deutschland hat der Operaismus vor allem als Ansatz für die Neubestimmung von Klassengeschichtsschreibung eine Rolle gespielt. Im Zuge der anhaltend kontroversen Debatte um »Empire« gibt es ein neues Interesse am Operaismus, und in jüngster Zeit wird er auch von Intellektuellen mit migrantischem Hintergrund für eine Geschichte der Arbeitsmigration und der Kämpfe von MigrantInnen in Deutschland wiederentdeckt.

Published on February 28th, 2006 at 16:28.
Filed under deutsch, magdeburg, selfrule

Why are always the interesting articles locked up?

Closed Access

or: How long do i have to wait until Open Access becomes reality?

Published on February 28th, 2006 at 15:35.
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„Entweder man ist im Allee-Center, oder man ist erschossen.“

Jene, die in Magdeburg ein Gewerbe auszerhalb der Boxen betreiben, erfahren es tagtäglich, welche Auswirkungen die Malls auf ihr Tagesgeschäft haben. Nun scheinen weitere Geschäfte akut bedroht zu sein. So steht heute in der Volksstimme:

„Die Händler der Innenstadt haben extrem zu kämpfen – vor allem alle außerhalb des Allee-Centers.“ Das sagt Buchhändlerin Simone Wehner vom ‘Lesefieber’ und wird noch deutlicher: „Entweder man ist im Allee-Center, oder man ist erschossen.“ Simone Wehner sieht sich mit den beiden Partnern Jens Krüger und Evelin Riedel als das nächste Opfer eines Verdrängungswettbewerbs. Ihre Buchhandlung ‘Lesefieber’ am Breiten Weg zwischen Reuterallee und Altem Markt wird schließen. „So flau wie in den vergangenen Monaten war es noch nie“, resümiert sie auch im Namen der Mitinhaber.

Published on February 28th, 2006 at 12:27.
Filed under deutsch, magdeburg, urbanlife

Telkos stinken

O2

Da ich mich höchstwahrscheinlich im nächsten Semester in Chile aufhalten werde, wäre es – für meine Zwecke – relativ sinnfrei, monatliche Handy-Gebühren fürs hiesige Mobilnetz zu zahlen. Nun was für mich zweckfrei ist, kann der Luftnummer O2 ganz recht sein. „Der Service, den Handyvertrag ruhen zu lassen, wird nicht angeboten.“ Grundgebühren ohne Netznutzung zahlen sich aus – blosz halt nicht für mich. Also zahle ich brav meine Grundgebühren, damit ich auch im Herbst noch/wieder meine beiden Telefonnummern habe. Aaaah…

Bald werden sich die Menschen solchen Demütigungen nicht mehr aussetzen müssen, wenn via Graswurzel-WiFi und VoIP die monolithischen, zentralen, autoritären Netzanbieter obsolete werden. Ich rechne mit maximal einer weiteren Vertragslaufzeit. Dann werden mittels geteilten Funknetzverbindungen, wie es z.B. Fon anstrebt, die Telkos zumindest ein Stück weit Marktmacht einbüszen. Zu Fon hat Tim übrigens ein Chaosradio Express mit dem Gründer gemacht.

Published on February 27th, 2006 at 18:23.
Filed under deutsch, technology, selfrule

WYSIWYG à la Google

I have just did some clicks with Google’s Page Creator and i must say that it is really neat stuff. Still a bit slow, but man that feels like a ‘real’ user interface. Besides the usual concerns i have with big G, they do some amazing things. Not that it is just incredible what can be done with AJAX, they also do it with elegance and ease. Now it works only with IE 6.0 and Firefox. Here is my sample page.

Published on February 27th, 2006 at 00:33.
Filed under english, technology

Praktikantenstreik

Generation Praktikum ist wohl den meisten ein Begriff. In einem Artikel in der taz zu dieser Problematik erfuhr ich, dass die DGB Jugend am 1. April mit anderen Gewerkschaften zum ersten europaischen Praktikantenstreik aufruft. Finde ich gut. Auch Arbeitskampf sollte im Praktikum praktiziert werden, wenn schon zu wenig Kohle bei rumkommt. Weil allmählich scheint dieser Praktikumstrend kannibalische Auszüge anzunehmen.

Published on February 26th, 2006 at 23:53.
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Panoramen vom Damm

Als heute Nachmittag die Sonne sich kurz zeigte, habe ich eine kleine Radtour auf dem Damm unternommen. Dabei habe ich auch ein paar aneinandergereihte Fotos gemacht, die sich nun zusammengesetzt bei den anderen Panoramen wiederfinden.

Published on February 26th, 2006 at 22:39.
Filed under update, deutsch, magdeburg

Weinert kurz vor dem Aus

Seitdem ich bei der Lesung von Rafik Schami in der Weinert-Buchhandlung war, verweise ich bei Bücherwünschen immer auf jenen Buchladen, der in meinen Augen viel für die hiesige Literaturszene tut, die Weinert-Buchhandlung. Dank Buchpreisbindung entstehen durch den Buchkauf verglichen mit Amazon bei jenen ungleich kleineren Anbietern in der Innenstadt keine Nachteile, sondern sogar Vorteile. Wenn ich eine Bestellung bei Weinert telefonisch vor Mittag angegeben habe, konnte ich das Buch oft am nächsten Tag schon abholen. Neben Weinert gibt es in Magdeburg jede Menge weitere Buchhandlungen. So ist zum Beispiel für Fachbücher auch die im Wirtschaftswissenschaftengebäude zu empfehlen – sie hängen zumindest immer die Veranstaltungsplakate der Antikriegsgruppe auf und sind auch Freunde des Amateurs. Abgesehen davon, dass es in Magdeburg leider keinen richtigen politischen Bücherladen gibt, stellt Weinert die Institution des Bücherverkaufs dar. Nun scheint ein Ende dieser Traditionsbuchhandlung kurz bevor zu stehen (Volksstimme, 25.02.06):

Auf diese Kompetenz werden die Magdeburger auch in Zukunft nicht verzichten müssen”, sagt Firmenchef Angerer. Dennoch bestätigt er, dass der Mietvertrag mit der Wobau zum 30. Juni gekündigt worden ist.” Es gibt verschiedene Zukunftspläne”, erklärt er dann, möchte sich zu den Alternativen jedoch nicht detailliert äußern, um die Vertragsverhandlungen nicht zu gefährden.

Angerer prüft die Zukunftschancen für seine Buchhandlung. Dazu gehört u. a. eine große Konkurrenz. Allein im Stadtzentrum gibt es eine Ballung von Buchgeschäften : sechs im Umkreis von ca. 200 Metern plus Buchverkauf im Karstadt. Und mit der Erweiterung des Allee-Centers kommt noch eine hinzu. Zu viel, selbst für eine Landeshauptstadt, so Angerers nüchterne Analyse. Seit der Eröffnung des Allee-Centers sei der Umsatz zurück gegangen. Die Mitarbeiterzahl wurde von 40 (Stand 2002) auf knapp 20 reduziert.

Published on February 26th, 2006 at 20:47.
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Interdisziplinäre Studienwerkstatt

Als ich mich jüngst in der ersten Phase der Prüfungsvorbereitungen und somit ständig in der Unibibliothek befand, um mich Konzepten und Sachverhalten zu nähern, die mir innerhalb der Vorlesungen zumeist verborgen blieben, hatte ich diese Idee. Mir wurde allmählich klar, dass in jenem Gebäude und auch anderswo viele Kommilitonen einer ähnlichen Tätigkeit nachgingen. Zumeist waren es Studenten der Wirtschaftswissenschaften, aber auch andere spannende Richtungen der Sozial- oder Naturwissenschaften wurden studiert und eifrig aufgenommen, um sie wenig später reflexhaft wiederzugeben. Eine Kritik jener Praxis von Aufnahme und Wiedergabe ist sicherlich angebracht, aber darum soll es mir hier nicht gehen. Neben versprengten Lerngruppen schienen mir die meisten, mich z.T. eingeschlossen, in jener Phase arg isoliert. Ich dachte mir, dass es doch nett wäre, wenn ich jenen Stoff, welchen ich mir ansatzweise angeeignet habe, in seiner noch unausgereiften Form anderen Mitstreitern mitteilen und so unter den Hinweisen und Fragen der Zuhörer festigen könnte. Jeder weisz, dass mensch Dinge nur richtig verstanden hat, wenn er sie auch in eigene Worte fassen kann. Statt also die ganze Zeit vereinsamt über Vorlesungsnotizen zu hängen, könnte der eigene Lernprozess, durch den Besuch einer solchen interdisziplinären Studienwerkstatt aufgelockert werden. Dies könnte mensch nun als Pausen verstehen. Aber es wäre auch eine Art Graswurzelform des Studium Generale.

Marco hat mir letztens erzählt, dass er an einer Forschungswerkstatt der Soziologie in den Semesterferien teilnimmt, in deren Rahmen die Teilnehmer ihre Studien für Haus- und Magisterarbeiten im Bereich der qualitativen Sozialforschung miteinander diskutieren. Bei jedem Treffen stellt ein Student seine bisherigen Unternehmungen vor und teilt seine Fragestellungen und Probleme mit, so dass – in diesem Fall – Studenten der gleichen Fachrichtung Hilfestellung und potenzielle Kritik aufzeigen können. Solche Formen des selbstgesteuerten aber zugleich gemeinsamen Studierens gibt es leider viel zu wenig. Es gibt hier und dort ein paar Lesegruppen, aber das war es dann auch.

Ich denke es gibt Bedarf für sowohl inter- als auch intradisziplinäre Studienwerkstätten. Sie würden Schritte in Richtung einer freieren Uni sein.

Published on February 26th, 2006 at 20:14.
Filed under deutsch, magdeburg, education