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Magdeburg ist mit einem Kriegsschiff befreundet

KorvetteZumindest wünscht sich dies der hiesige Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper (SPD!), der zwar das Aufstellen einer Friedenstafel verzögern aber schlussendlich nicht verhindern konnte. Mir war bislang unbekannt, dass Magdeburg bereits im Mai vergangenen Jahres via Oberbürgermeister und Stadtrat zum Pate eines Kriegsschiffes wurde (PDF):

Die Landeshauptstadt Magdeburg hat die Patenschaft für ein neues Schiff der Bundesmarine, die Korvette „Magdeburg“, übernommen. Die Kiellegung des Bootes erfolgt im Mai 2005 in Bremen. Im November 2007 soll die Korvette dann in Dienst gestellt werden. Heimathafen wird Warnemünde sein.

Um die Patenschaft zwischen Boot und Stadt mit Leben erfüllen zu helfen, hat sich am 8. April 2005 in Magdeburg der „Freundeskreis Korvette Magdeburg“ gegründet. In der Anlage reiche ich Ihnen hierzu u.a. das Gründungsprotokoll zur Kenntnis, dem Sie auch die Gründungsmitglieder entnehmen können.

Und jenem Freundeskreis will Magdeburg nun beitreten. So steht es heute zumindest in den Nachrichten aus der wöchentlichen Dienstberatung des Oberbürgermeisters:

Magdeburg. Korvette Magdeburg
Die Landeshauptstadt Magdeburg wird - sofern der Stadtrat zustimmt - korporatives Mitglied im “Freundeskreis Korvette Magdeburg”. Der Verein will die Patenschaft zur Korvette der Bundesmarine, die den Namen “Magdeburg” tragen wird, pflegen. Das Schiff wird Ende 2007 vom Stapel laufen.

1. Vorsitzender Dr. Gerd Gies (1.von links), Vizeadmiral Wolfgang Nolting (3. von links), 2. Vorsitzender Kapitänleutnant d. Res. Manfred Discher (4. von links), Major d. Res. Friedrich von Bismarck (5. von links), Oberbürgermeister von Magdeburg Doktor. Lutz Trümper (6. von links) und der stellvertretende Kommander des Verteidigungsbezirkskommando 82 (7. von links)Aus einer Stellungnahme der Verwaltung (PDF) geht hervor, wer das besondere Interesse an der Patenschaft und womöglich Freundschaft zwischen Magdeburg und der Korvette vorantreiben will:

Der Oberbürgermeister hatte Kontakte zum Bundesverteidigungsministerium im Hinblick auf die Herbeiführung der Entscheidung zur Namensgebung der Korvette persönlich geführt und ebenso an der Gründungsveranstaltung des Freundeskreises der Korvette Magdeburg teilgenommen. Die Verbindung zur Spitze der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Magdeburg wird nach Festlegung des Oberbürgermeisters durch den Beigeordneten I Herrn Platz gehalten, der Mitglied im Freundeskreis Korvette Magdeburg ist.

Was die Korvette der Braunschweig-Klasse (K 130) so beliebt macht, dass auch Magdeburg mit ihr befreundet sein sollte, beschreibt Lühr Henken in seiner Analyse über Die Bundeswehr der Zukunft folgendermaszen:

Bestückt werden sie in der Tat mit dem deutsch-schwedischen Marschflugkörper RBS 15 Mk3. Noch hat er eine Reichweite von 200 km, soll aber später auch noch nach 400 km Überlandflug seinen 200 kg-Sprengkopf metergenau zur Detonation bringen können. Der Korvettenbau verschlingt von 2004 bis 2008 etwa 790 Mio., die 60 Exemplare der RBS15 Mk3 sind bis 2011 mit Kosten in Höhe von 210 Mio. EUR ausgewiesen. Die Militärzeitschrift “Soldat und Technik” schwärmte: “Der RBS 15 Mk3 ist ein vielseitig einsetzbarer und höchst wirkungsvoller Flugkörper mit Landzielbekämpfungs-Fähigkeit, der seinesgleichen sucht.”

Irgendwie berfremdet mich diese Stadt. Ich kann es friedliebenden, fahrradfahrenden Zeitgenossen nicht verübeln, ähnlich zu fühlen.

One Response to “Magdeburg ist mit einem Kriegsschiff befreundet”

  1. Pyr0 Says:

    Mehr:
    http://www.magdeburg-jk.de/korvettemagdeburg.htm
    “[…] Das letzte Patenschiff der Stadt Magdeburg lief im Jahr 1911 vom Stapel. Es war der kleine Kreuzer MAGDEBURG, ein Schiff der Kaiserlichen Marine.”

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