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Finanzgenosse werden?

Ich bin am Überlegen, ob ich mit meinem kleinen aber freinem privaten Konto zu einer Genossenschaftsbank wechseln sollte, die dann Kredite und Investitionen für soziale, ökologische, innovative Projekte vergeben und dabei auch quasi-selbstverwaltet funktionieren würde. Mal abgesehen davon, dass sicherlich viel dafür spricht, meine jetzige Bank zu verlassen (siehe rechtes Bild), so bin ich doch am Überlegen in bezug auf Sicherheit und Praktikabilität in puncto Überweisungen und Geldautomaten etc. In Deutschland scheint die Gemeinschaftsbank (Wikipedia) die etablierteste zu sein. Nach dem Leitbild (PDF) sind auch ihre Grundwerte anständig:

Grundlage unserer Arbeit ist die Achtung vor dem Leben und die Sorge um eine friedliche Koexistenz aller Kulturen, die auf individuelle Freiheit und Verantwortung gegründet sind. Wir nehmen den Menschen in seiner Gesamtheit aus Körper, Seele und Geist ernst.

Unser Handeln soll die Lebenschancen heutiger und zukünftiger Generationen bewahren und ihre Weiterentwicklung fördern. Ökologie verstehen wir dabei ganzheitlich im Sinne einer Leben fördernden Einheit von Natur und Zivilisationsentwicklung.

Bei der Recherche, ist mir mal wieder klar geworden, dass es in Deutschland eine lange Geschichte der Genossenschaften gibt. Damit muss ich mich mich nochmal näher beschäftigen… Ob ich nun zur Gemeinschaftsbank, wechsele weisz ich noch nicht so genau. Was meinen denn meine werten Leser?

3 Responses to “Finanzgenosse werden?”

  1. uwe Says:

    Deinen Mut, aber auch deine Flexibilität finde ich sehr lobend. Ich bin einfach zu bequem von Geldinstitut A zu Geldinstitut B zu wechseln. Doch sollte ich meine Faulheit mal überdenken, denn die “Großen” haben nun schon genug Geld erwirtschaftet, und werden es weiterhin tun, auch wenn ich mein Geld nicht bei denen liegen habe. Also werde auch ich mir einmal Gedanken machen (Links suchen un studieren), ob sich ein solcher Schritt, wie deiner, auch für mich möglich ist.
    Woher kommt die Idee, der Gedanke, der Anstoß?

  2. anarchitect Says:

    Die Idee kam mir, als ich mir überlegt habe, dass im Kleinen, z.B. bei der Lebensmittelbeschaffung, nicht-autoritäre Organisationsstrukturen schon erfolgreich sind. Aber wie ist es bei gröszeren Institutionen, die wir tagtäglich nutzen? Aber auch da gibt es Alternativen, mensch muss nur die Augen auf machen.

    Das Spannende daran ist, wenn mensch in Deutschland nach genossenschaftlicher Selbstorganisation sucht, wird schnell offensichtlich, dass ein einzigartiges Erbe existiert. Blosz scheint mitunter der Enthusiasmus und Innovationsgeist abhanden gekommen zu sein…

  3. olaf Says:

    Wie ist es ausgegangen mit Deiner Bankensuche?
    Ich kann die GLS Gemeinschaftsbank nur gut empfehlen. ich selbst bin seit 1999 dort “Genosse”. hilfreich war für meine Entscheidungsfindung damals ein persönliches Gespräch mit einem Mitarbeiter der Bank in Bochum. Dabei kam viel vom Geist des Hauses rüber, was meinen Entschluss sehr bestärkte.
    Seit diesem Jahr habe ich alle meine Finanzgeschäfte auf die GLS übertragen…

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