Magdeburger Stadtbibliothek wieder werbefrei
Im Herbst 2005 hatte ich mein Bestürzen und die folgenden Recherchen über die undokumentierte Werbung des gröszten Internetbuchhändlers im webbasierten Katalog der Magdeburger Stadtbibliothek niedergeschrieben.
Letzte Woche hat mich Reinhard Markner auf einen weiteren von ihm verfassten Artikel über die Problematik der Anreicherung von Katalogen öffentlicher Bibliotheken hingewiesen: Werbung in der Bücherei – Der trojanische Schutzumschlag, 20. 4. 2006, FAZ. Auf der Inetbib-Mailingliste gibts einen Ausschnitt und auch ein wenig Diskussion dazu.
Jetzt schaue ich auf die Katalogseite der hiesigen Stadtbibliothek und alle Amazon-Verlinkungen, Logos und Vorschaubildchen sind verschwunden. Es wird nur ein generisches (lies: hässliches) Bild eingeblendet. Es findet sich auch keine Dokumentation auf der Seite, was passiert ist. Fragen über Fragen.
Ich selbst fände kleine Buchdeckelbildchen ja schon reizvoll, aber würde sie nicht mit jener offensiven Werbung für Amazon einkaufen wollen, wie sie zuvor eingesetzt wurde. Kennt sich hier jemand mit den API-Bestimmungen von Amazon aus? Es muss doch auch möglich sein, kleine Vorschaubilder einzublenden, ohne gleich den OPAC-Katalog einer Bibliothek in ein Sprungbrett zum Bücherkauf zu verwandeln – wie zuvor geschehen. Es geht doch in diesen Tagen so viel um offene APIs und mehr Community-Think und so.
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- Published:
- 5.4.06 / 12am
- Category:
- deutsch, education, magdeburg, technology
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