Schmollende Radfahrer
Eingebetteter Journalismus muss nicht nur im Krieg stattfinden. Heute gibt es in der Magdeburger Volksstimme einen echten Artikel – diesmal keine ungekennzeichnete Reproduktion einer Presseinfo wie zuvor – über das Unrechtsbewusstsein der Zweiradfahrer dieser Stadt. Matthias Fricke hat sich die Mühe gemacht, eine richtige Reportage inmitten des Konfliktes – nämlich auf den Radwegen dieser Stadt – zu unternehmen, um die Sorgen der Ordnungshüter und Stadtverwalter Magdeburgs nachzuvollziehen.
Wie bereits berichtet, erachtet die Stadtverwaltung die Hauptursache der erhöhten Unfallgefahr von Radfahrern als grösztenteils eigenverschuldet, und konzentriert sich daher auf die Repression der Opfer.
Polizei macht Großkontrollen, doch viele Radfahrer schmollen (Volksstimme, 30.05.06)
Dass dies viele Radfahrer anders sehen, wird bei einem kleinen Streifzug durch die Bewegung der Fahrradfahrer deutlich.Während die Polizei ihre Kontrollen verstärkt und auch für kleine Verkehrssünden kein Pardon mehr kennt, schmollen viele der erwischten Radfahrer. […]
Doch die Einsicht, sich an die Verkehrsregeln zu halten, hält sich stark in Grenzen. Soeben hat ein junger Mann sein Verwarngeld für das Fahren auf dem Fußweg und dann noch entgegengesetzt der Fahrtrichtung bezahlt. Als er sich etwa 20 Meter von den Beamten entfernt hat, steigt er wieder auf sein Fahrrad und fährt weiter auf dem Fußweg, als ob nichts gewesen wäre. Polizeikommissar Michael Bölker : “So was wie Straßenverkehrsordnung gibt es für manche gar nicht.” […]
Polizei kritisiert auch den Fahrradclub
Ein anderes Problem spricht der Allgemeine Deutsch Fahrrad Club (ADFC) in seinem neuen Faltblatt “Radfahren aber sicher” an. Dort empfi ehlt der Fahrradclub ” Die Fahrbahn ist der beste Radweg ” und beklagt die Sicherheit der Radwege. Grundsätzlich soll doch lieber die Straße genutzt werden, heißt es.
Für Hauptkommissar Wolfgang Rolle beginnt schon bei solchen Aufrufen das Unrechtsbewusstsein der Radfahrer.” Der Gesetzgeber hat sich schon bei der Benutzungspflicht der Radwege etwas gedacht”, meint er und verweist auf die Statistik.
Die meisten Unfälle passieren nämlich auf der Straße, sagt er. “Außerdem haben wir, bzw. die Stadt, schon eine ganze Menge getan, um die Radwege sicherer zu machen”, ist Rolle überzeugt. […]
Übrigens dürfte der im Artikel zitierte und abgebildete Student manchen Lesern dieses Weblogs ein Befriff sein. Ich find ja klasse, dass er die Sache der Radfahrer untersützt.



July 6th, 2006 at 9:09 am
willkommen in der realität ;-)
ja magdeburg ist schon schön und zufällig findest du bei uns auf der seite einen beitrag der deinem ähnelt
also schau mal vorbvei lohnt sich :-)