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Archive for August, 2006

Feststelltaste, lebe wohl!

Wann hast du das letzte Mal die Feststelltaste bewusst betätigt? Wir reden von jener Taste, die auf wohl fast allen gegenwärtig produzierten Computertastaturen zwischen Umschalttaste und Tabulatortaste verortet ist. Ich meine zufällig betätige ich sie oft, weil sie mir zwischen Tab- und Shifttaste öfters mal unter die Finger kommt. Aber ich kann mich an keinen Zeitpunkt jüngerer Vergangenheit erinnern, da ich bewusst ALLES FOLGENDE GROSZSCHREIBEN WOLLTE. Selbst nicht im Chatfenster. Viel zu mühsam, die dann wieder auszuschalten. Auszerdem ist es nicht meine Art zu schreien. Ich kann mich also nur Pieter Hintjens’ Bewegung CAPSoff anschlieszen: Die Feststelltaste muss gehen. Sie hat ihre Dienste getan.

via ranchero.com: Death to Caps Lock

Published on August 20th, 2006 at 21:20.
Filed under deutsch, geekery

G2P statt P2P

Es gibt viel herunterladbare Musik im Netz, mensch muss nur wissen wo. Neben jenen Kulturpionieren, die bereits unter Creative Commons veröffentlichen, kann mittels eines Googlehacks nun auch relativ unproblematisch nach konventionell lizensierter Musik gesucht werden. Es mag dann vielleicht nicht so komfortabel wie ein iTunes Music Store ablaufen, aber zum Kostprobieren reicht es alle mal.

Published on August 20th, 2006 at 21:02.
Filed under deutsch, technology, musique

Choirs get the blues

Complaintchoir

Wars, environmental destruction and daily urban frustration seem to be core complaints of those choir singers in Birmingham and Helsinki that make them sing the blues. Check out the project’s webpage where you can find videos of the choirs in Birmingham (.mov) and Helsinki (.mov). They are jewels of coping with great injustices and those daily struggles. Good stuff. Don’t miss it.
 
via The Lunatic Fringe: Helsinki Complaints Choir

Published on August 17th, 2006 at 18:45.
Filed under english, musique

Desertieren nach Kanada

Die Ente hat im Antikriegsblog über verstärkte Desertation und Rekrutierung seit Beginn des Irakkriegs geschrieben. Interessant und traurig zugleich dabei ist, welche Rolle die soziale Schicht und der Wohlstand jener jungen US-Amerikaner spielt, die sich für das Militär verpflichten.

US-Deserteure im Irakkrieg

Schaut man sich aber die Beweggründe der Einzelnen für den Eintritt in den Militärdienst an, so stellt man fest, dass sich die meisten aus einer materiellen und/oder sozialen Notsituation heraus dem Dienst an der Waffe verpflichtet haben. Viele verpflichten sich, um Geld für ein Studium zu verdienen. Andere werden direkt von High Schools in sozial schwachen Gegenden oder aus Jugendgefängnissen rekrutiert. Neben dem Geld, das den Jugendlichen geboten wird, sehen viele den Militärdienst als einzige Chance an, etwas aus ihrem Leben zu machen. Armeeanwärtern, z.B., winkt eine frühere Entlassung aus dem Gefängnis und die Ausbildung beim Militär ist nicht nur kostenlos, sondern wird sogar sehr gut bezahlt.

Published on August 16th, 2006 at 11:54.
Filed under deutsch, antiwar, migration

Bock auf tazblog

Als ich Deutschland vor nun schon mehr als 4,5 Monaten verliesz, musste ich auch mein tazabo unterbrechen. Ich hatte der netten Frau von der Aboabteilung versichert, dass ich prinzipiell an der digitaz interessiert wäre, sie aber dann eher in einer am Rechner zu verdauenden Neuigkeitenspeisung (engl. news feed) zu mir nehmen würde. Nun, nachdem die meisten Schwergewichte im eiskalten Geschäft der Weltverbesserung bereits Bock auf Blog hatten und zumeist noch haben, ist auch die tageszeitung auf den Zug zur Sonne, zur Freiheit aufgesprungen. Die taz hat endlich tazblog. Wie bei anderen konventionellen Medienanbietern wirkt das alles noch ein wenig so wie ein Testlabor neben dem eigentlichen Kerngeschäft mit der Druckausgabe. So ist der geneigte Leser mit einer Handvoll von Autorenweblogs konfrontiert, die ich erstmal alle (manuell weil der kombininierte Feed nicht funktionieren wollte) abonniert habe. Inhaltlich kann ich noch nicht so viel sagen, aber die Blognamen wirken verheiszungsvoll: Wortistik, Hier spricht der Aushilfshausmeister! oder Bildschirmtext. Auszerdem fällt mir auf, dass gewisse Themen, die ich doch eigentlich schon mit anderen Blogs besetzt habe, nun auch mitunter vom tazblog beackert werden. So gibt es einen Blog über Zeichnen und Comics. Auszerdem gibt es zwei Blogs zum Überwachungsstaat: Alle(s) unter Kontrolle und STOP 1984. Ich bin gespannt, wie sich die tazblogs entwickeln werden und freue mich auf inspirierende und augenöffnende Beiträge. Die tagtägliche taz werde ich aber dann aber trotzdem wieder abonnieren.

Published on August 15th, 2006 at 20:23.
Filed under deutsch, geekery, technology

Den ganzen Tag Kuchen

Ich befinde mich ja hier in Santiago im Praktikum und beschäftige mich mit sozialer, webbasierter Software. Neben dem Studium dessen, was es da so schon so in die Richtung gibt, ist der wesentliche Teil des Praktikums dafür gedacht, seine Ideen praktisch umzusetzen. Bei webbasierten Dingen gibt es eine Vielfalt an Ebenen, Sprachen und Kontexten, die vor die Verheiszungen von Ajax schweisztreibende Webprogrammierung gesetzt haben. Mensch ist mit Umgebungen stark variierender Eckdaten konfrontiert, wo mal diese Bibliothek vorhanden ist oder eine andere Funktionalität nicht unterstützt wird. Außerdem muss mensch mit mindestens vier Sprachen einigermaßen umgehen können, um ein zeitgemäßes Nutzungserlebnis zu gewährleisten.

Es gibt verschiedene Ansätze sich diesem Dickicht zu nähern: Ruby on Rails ist jüngst dafür berühmt und beliebt geworden, anspruchsvolle Programmierungskonzepte in die bisher eher schmutzige Welt des Webs zu tragen, und somit das Programmiererlebnis – was bei der ganzen Nutzerzentrierung nicht zu vernachlässigen ist – zu verbessern. Besonders zu erwähnen ist das Konzept der Modell-Präsentation-Steuerung (engl. Abk. MVC), das eine Trennung zwischen Darstellungs- und Datenschicht vorgibt, um Programmiercode besser zu strukturieren und Programmkomponenten unabhängig voneinander pflegen zu können.

Das Problem mit Ruby on Rails ist aber, dass es bislang noch zu wenig verbreitet ist. Strebt mensch also eine möglich weite Verwendung seiner Software an, bleibt ihm bislang erstmal nur PHP. Unter dieser Maszgabe haben sich einige PHP-Programmierer die Ansätze und Ideen von Ruby on Rails angeschaut, für gut befunden und versucht jene Konzepte in PHP abzubilden. Dank Bubi bin ich auf CakePHP gestoszen, das genau das versucht. So beschäftige mich in diesen Tagen intensiv damit und habe heute mein erstes Tutorial geschrieben.

In der Cake Bakery gibt es eine Liste mit deutschsprachigen Ressourcen bezüglich Cake.

Published on August 11th, 2006 at 21:18.
Filed under deutsch, geekery, technology

Extending exposure

I really enjoy doing nightshots these days. In fact, i have used my camera (canon ixus 400, sometimes also sold as powershot or elph) almost exclusively with the extended exposure feature lately. I am sure other digicams have it, too. So instead of walking my camera during the day, i get her out during night. The colors are so much different. If you have a (digital) camera at hand you should really try it out. The ‘technique’ is dead simple:

  1. Wait until it’s dark outside. You could read a book or talk to your flatmates in the meanwhile.
  2. Walk around your neighborhood and find a nice scene to take a picture of.
  3. Extend the exposure time according to need or gusto.
  4. Place your camera on a steady surface, e.g. the ground. Tripods are also great, but not always at hand.
  5. Do it. Take the picture.

Too easy. It is all about experimenting with your photographic device. But just a few more notes, to get you kick started:

  • Color the sky. Cool effects are possible with the sky being almost black. With extended exposure it will turn red, purple and/or blue.
  • Let it rain. Wet surfaces will make your result far more colorful.
  • Cars suck. But when it comes to nightshots they add the essential effect of red and yellow light lines.
  • Do it often. Take more than one picture of a given scene with different exposure levels. This way you decide later what suits you best.
  • Money, money. Use some coins to adjust the angle, especially if you put the camera on the ground.
Those nightshots that i’ve uploaded to Flickr have not been edited in any way. It’s just extra long exposure goodness. If anybody reading this has some results, please leave a link. I reeaally like nightshots. Ooops, its getting dark outside. Gotta go.

Thanks again to the Ente who has prodded me to the night mode feature of my camera and to ClobS who has ignited my appreciation of nightshots a few months ago by showing his nocturnal view on Santiago.

Published on August 7th, 2006 at 18:15.
Filed under english, geekery, technology, beauty, santiago, urbanlife