Bock auf tazblog
Als ich Deutschland vor nun schon mehr als 4,5 Monaten verliesz, musste ich auch mein tazabo unterbrechen. Ich hatte der netten Frau von der Aboabteilung versichert, dass ich prinzipiell an der digitaz interessiert wäre, sie aber dann eher in einer am Rechner zu verdauenden Neuigkeitenspeisung (engl. news feed) zu mir nehmen würde. Nun, nachdem die meisten Schwergewichte im eiskalten Geschäft der Weltverbesserung bereits Bock auf Blog hatten und zumeist noch haben, ist auch die tageszeitung auf den Zug zur Sonne, zur Freiheit aufgesprungen. Die taz hat endlich tazblog. Wie bei anderen konventionellen Medienanbietern wirkt das alles noch ein wenig so wie ein Testlabor neben dem eigentlichen Kerngeschäft mit der Druckausgabe. So ist der geneigte Leser mit einer Handvoll von Autorenweblogs konfrontiert, die ich erstmal alle (manuell weil der kombininierte Feed nicht funktionieren wollte) abonniert habe. Inhaltlich kann ich noch nicht so viel sagen, aber die Blognamen wirken verheiszungsvoll: Wortistik, Hier spricht der Aushilfshausmeister! oder Bildschirmtext. Auszerdem fällt mir auf, dass gewisse Themen, die ich doch eigentlich schon mit anderen Blogs besetzt habe, nun auch mitunter vom tazblog beackert werden. So gibt es einen Blog über Zeichnen und Comics. Auszerdem gibt es zwei Blogs zum Überwachungsstaat: Alle(s) unter Kontrolle und STOP 1984. Ich bin gespannt, wie sich die tazblogs entwickeln werden und freue mich auf inspirierende und augenöffnende Beiträge. Die tagtägliche taz werde ich aber dann aber trotzdem wieder abonnieren.



August 16th, 2006 at 4:34 am
Danke für den Tipp sag ich mal. Aber so langsam artet das “sich im Netzt aufhalten” auch in Stress aus. Da weiss man(n) ja kaum noch, was man(n) lesen soll und woher man(n) die Zeit zum lesen nehmen soll. Selektives Lesen wird immer wichtiger. Mal schauen, wie sich die Taz-Blogs entwickeln, das was ich bis jetzt gelesen habe, finde ich auf jeden Fall schon mal interessant.
August 16th, 2006 at 10:14 am
Stimmt. Persönliches Attention Management wird immer wichtiger bei der Informationsflut, die uns täglich begegnet bzw der wir uns freiwillig aussetzen. Das Gute daran ist aber, dass mensch selbst darüber entscheiden kann und es auch eine gewisses Revival von Lesen gibt. Aber abonniert ist natürlich auch nicht immer gleich gelesen ;)