Desertieren nach Kanada
Die Ente hat im Antikriegsblog über verstärkte Desertation und Rekrutierung seit Beginn des Irakkriegs geschrieben. Interessant und traurig zugleich dabei ist, welche Rolle die soziale Schicht und der Wohlstand jener jungen US-Amerikaner spielt, die sich für das Militär verpflichten.
Schaut man sich aber die Beweggründe der Einzelnen für den Eintritt in den Militärdienst an, so stellt man fest, dass sich die meisten aus einer materiellen und/oder sozialen Notsituation heraus dem Dienst an der Waffe verpflichtet haben. Viele verpflichten sich, um Geld für ein Studium zu verdienen. Andere werden direkt von High Schools in sozial schwachen Gegenden oder aus Jugendgefängnissen rekrutiert. Neben dem Geld, das den Jugendlichen geboten wird, sehen viele den Militärdienst als einzige Chance an, etwas aus ihrem Leben zu machen. Armeeanwärtern, z.B., winkt eine frühere Entlassung aus dem Gefängnis und die Ausbildung beim Militär ist nicht nur kostenlos, sondern wird sogar sehr gut bezahlt.

