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Archive for October, 2006
Im Deutschlandfunk gibt es gerade im Rahmen der Sendung Essay und Diskurs (ehemals Kultur am Sonntagmorgen) eine Reihe mit dem wunderschön-alliterativen Titel Exil und Engagement. Darin wird in von Albrecht Betz produzierten bzw erdachten Features über wichtige Personen der Geschichte erzählt, die sich freiwillig oder auch gezwungen im Ausland aufhielten und von dort aus politisch, philosophisch und/oder literarisch schufen. Besonderes Augenmerk möchte ich auf die zweite Ausgabe über Heinrich Heine (MP3) legen, die den Antagonismus von Aufenthalts- und Herkunftsland anhand Heines Leben in Paris und Sehnen nach Deutschland skizziert. Wer nun Durst auf Heine bekommen hat, möge die umfangreiche Heine-Sammlung bei Wikisource zum Löschen nehmen.
Die Beiträge werden leider nur für “begrenzte Zeit nach der Sendung” als MP3 zur Verfügung gestellt. Also rasch herunterladen und später anhören.
Published on October 30th, 2006 at 22:11. Filed under deutsch, migration
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Die Armuts-/Unterschichtendebatte hat auch wieder das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) auf die Agenda gesetzt. Abgesehen davon, dass ich in diesem Semester ein vielversprechendes Seminar mit dem Titel Überzählige, Prekarierer, underclass! teilnehmen werde, finde ich das BGE aber auch in bezug auf das hier jüngst erwähnte Lebens- und Arbeitsmodell der digitalen Bohème spannend. Denn Angst vor Abstieg, Arbeitslosigkeit und/oder Armut kann doch nicht Triebfeder für gesellschaftlichen Fortschritt sein. Das sollte ich bestimmt noch näher ausbauen, aber dazu bleibt mir grad nicht die Geduld.
Einen Fernsehbeitrag mit Befürwortern aus ungeahnten Kreisen gibts bei Monitor. Einen Weblog, der sich ausschlieszlich mit dem bedingungslosen Grundeinkommen beschäftigt, gibt es aber auch.
Published on October 29th, 2006 at 23:24. Filed under deutsch, selfrule
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Vor knapp 10 Jahren habe ich noch seine alldienstägliche Musiksendung mitgeschnitten – allerdings schon am Computer – um ein wenig zeitgenössischen Punk und Rockenrohl wiederholt abspielen zu können. Nun ist Johnny Haeusler wieder im Radio zu hören und zwar als Botschafter der Blogosphäre. Mitbringen tut er seine Mannschaft vom Spreeblickimperium und den Mitschnitt gibt es praktisch inkl freier Musik als Podcast. Denn ab gestern gibt es jeden Samstag auf dem RBB-Jugendsender Fritz Trackback – die Show mit Spreeblick. Johnny und Tanja hatten die schwierige Aufgabe, ihr Sendungsprogramm sowohl an ein völlig unbedarftes als auch ein hypersensibilisiertes Publikum zu adressieren. Ich denke die erste Sendung, ist ihnen recht gut gelungen. Besonders die Idee, ‘echte’ Blogger einzuladen/anzurufen, gefällt mir gut. Eine sympathische Nabelschau im ‘Fremdmedium’. Weiterhin gutes Gelingen!
Published on October 29th, 2006 at 02:08. Filed under deutsch, technology, musique
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Fast zu spät bin ich heute auf die Wanderausstellung Radfahren in Magdeburg gestoszen. Die letzte Station ist nämlich die Unibibliothek und endet dann auch schon diese Woche. Zuvor war sie in den Konsumtempeln dieser einkaufsfreundlichen Stadt zu Gast. Ich habe mich hier ja schon oft über hiesige Zustände was das zweirädrige Vorwärtskommen anbelangt ausgelassen, aber die Ausstellung scheint mir doch ein konstruktiver Ansatz. So werden nämlich nicht nur die Qualitäten sondern auch Mängel Magdeburgs bzgl der Radfahrerei aufgezeigt. In Magdeburg steigt stetig die Würdigung des Zweirads als gesündes, ökologisches und ökonomisches Fortbewegungsmittel, so dass auch die Stadt ihre Verkerskonzeptionierung dementsprechend anpassen muss. Blosz dass am Uniplatz die Unfälle, in denen Radfahrer involviert waren, seit Fertigstellung des Tunnels gesunken sei, kann ich mir kaum vorstellen. Ich habe eben mal beim Stadtplanungsamt nachgefragt, ob die Ausstellung nicht auch als PDF veröffentlicht werden könnte. Wäre doch ne klasse Sache.
Published on October 26th, 2006 at 16:54. Filed under deutsch, magdeburg, mobility, urbanlife
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Wenn die Liste der Weblogs, die mensch abonniert hat, dermaszen lang wird, dass mensch nicht mehr hinterherkommt sie regelmäszig zu lesen, dann ist das Erwachen grosz, wenn auf einmal über 200 ungelesene Beiträge sich drin verstecken. Im Falle des Wooster Collectives ist das Erwachen darüber hinaus auch sehr inspirierend und beglückend. So zeichnen die letzten Beiträgen ein sehr lebendiges Bild von Straszenverschönerungskunst (lies: streetart), wie sie sich weiterentwickelt und ständig neu erfindet. Oft kommen dabei sehr praktische Videoschnipsel herum, die mensch auch als Handlungsanleitungen, Hinterdiekulissenblicke bzw kleine Ratgeber betrachten kann. Bei der Fülle gilt es dann aber auch, nicht versoimen rauszugehen, das neu Gelernte in die Tat umzusetzen und dann bei Erfolg auch Wooster Collective davon wissen zu lassen.
Published on October 25th, 2006 at 20:29. Filed under deutsch, streetart, beauty
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Bohème hatten wir hier ja schon letztes Weihnachten als Oper und nun gibt es just eine kleine Welle an Beiträgen, die glauben, dass sich eine digitale Bohème zu entwickeln scheint. So gab es bereits im April ein gutgemachtes und empfehlenswertes Höressay von Michael Rutschky auf Deutschlandfunk (nur als MP3: 29 Min für 6,7 MB), in dem die unterschiedlichen Typen von Bohème vorgestellt und der sich entwickelnden digitalen Bohème gegenübergestellt werden. Auszerdem gibt es jetzt das Buch Wir nennen es Arbeit von Sascha Lobo und Holm Friebe mit angeschlossenen Weblog, und Interview beim elektrischen Reporter. Eine der Grundaussagen ist, dass es jenseits der Festanstellung viel Spannenderes und Erfüllenderes Leben/Tun/Arbeiten gibt. Besonders interessiert mich, wie sich Buch bzw Autoren von neoliberaler Existenzgründungshirnwäsche abgrenzen können. Auf die Frage, wie sich das hippe “Wir können auch ohne Festanstellung” von neoliberaler Vereinzelungskacke unterscheidet, haben die Autoren in dem oben verlinkten Interview relativ flapsig ihre Bereitschaft kundgetan, gerne viel Steuern für einen starken Staat zu zahlen, der sich ja dann um diejenigen kümmern sollte, die das nicht aus eigener Kraft hinkriegen. Selbst wenn die Autoren sich nicht in der Nähe der FDP sehen, so sehe ich die Gefahr, dass hier unbewusst neoliberalen Denkstrukturen Vorschub geleistet wird. Aber konkretere Kritik und Lob gibt es erst, wenn ich das Buch gelesen hab.
Published on October 12th, 2006 at 12:57. Filed under deutsch, selfrule
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shameless crosspost originally from the Atomique blog
I have spent the last six months in Santiago de Chile at the Web Research Center doing an internship about distributed social software with Javier Velasco as one of my supervisors. Both of us are aficionados of photography while being also interested in usability and social aspects of the web. With Javier’s support i have designed and developed a software that enables photo sharing via groups in a decentralized and distributed manner. This is an attempt to create a decentral, open source alternative to sites like Flickr and Fotolog trying to create open standards and protocols for social interaction on the web. This approach will be covered in more detail in the internship thesis i am about to write during the next weeks and months.
While Atomique is still pre-alpha it has already some basic functionalities like tagging, comments, RSS, and the mentioned groups feature. Check out the demo sites of Andrea and Lisa. If you also wish to login acting as a host you need to enter the subdomain as the user and test as the password. Please don’t try to break it. It still is very edgy.
As there is still a long way to go you are happily invited to help out. In the next days i will setup the necessary infrastructure to turn Atomique into an open source project and continue development. You can find more information in the wiki and via this weblog all news regarding Atomique will be published. Stay tuned and please share your opinion.
Thanks to anybody who already has helped a lot by giving advice or interviews, doing paper prototype tests or listening to presentations in poor Spanish.
Published on October 10th, 2006 at 08:57. Filed under english, technology, santiago
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Last week i returned to Magdeburg from Santiago de Chile where i have spent six months to do an internship at the Web Research Center of the Universidad de Chile and also to improve my Spanish. While almost everybody told me that Chile wouldn’t necessarily be considered the best place to learn proper Spanish i was delighted by the patience i was granted with my poor pronounciation – still don’t get the r’s right – as well as my limited comprehension. I have made quite a few very good friends among them: Carolina, mosaic artist and cyclist comrade, José Ricardo, intellectual and tandem friend, Carla and Daniel, actor couple and flatmates, Claudio, computer graphics pro and temporary office peer, Javier, information architect and supervisor. Furthermore i had the chance to travel in Chile up north with the Ente and to the south with my brother and his girlfriend. Thanks to anybody who has helped making it a very cool half-year – including my family and girlfriend who have always supported me in that endeavor.
Published on October 4th, 2006 at 14:12. Filed under travels, english, magdeburg, santiago
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