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Archive for November, 2006

Auf die Uni schimpfen macht es ja auch nicht besser. Zumindest wenn mensch keine Verbesserungsvorschläge macht. Es würde ja schon einen Tuck besser sein, wenn so Dinge wie Mensa und Unibibliothek einfacher auffindbar wären, damit zumindest der Nahrungs- und Wissensaufnahme keine weiteren Steine in den Weg gelegt werden. Nun, da habe ich just für Geld mit einer hiesigen Werbedingsbumsagentur einen interaktiven Campusplan gebaut (und dabei wieder einiges über überausgrosze, monolithische Institutionen, wie die Uni eine ist, gelernt). Zum Campusplan kommst du über die Kontaktseite der Unität, siehe Neu: Campusplan Uniplatz unter Orientierunghinweise.
Published on November 28th, 2006 at 16:43. Filed under deutsch, magdeburg, technology, education
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Die Prüfung war mit knapper Not gut gutgängig befriedigend. Aber eigentlich wollte ich ja besser sein. Nun stellt sich folgende Frage: attribuiere ich das Ergebnis internal und gefährde meinen Selbstwert oder besser external und mach die Prüfer und den Unibetrieb für die ganze Misere verantwortlich? Für letzteres zieht die zuvor erwähnte Gruppe Schöner Leben Göttingen eine harsche aber doch recht passende Konsequenz: Die Uni muss sterben, damit wir lernen können…
Published on November 28th, 2006 at 11:11. Filed under deutsch, education, selfrule
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In der taz steht heute ein längeres Interview mit Götz Werner, Besitzer der Drogeriekette dm, über Bedingungsloses Grundeinkommen. Auch die Skeptiker aus Gewerkschaft, Industrie und Parlament kommen zu Wort.
Ich hab schon einzweimal hier über Grundeinkommen geschrieben.
Published on November 27th, 2006 at 17:33. Filed under deutsch, selfrule
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Vom hier angekündigten Kongress zur Solidarischen Ökonomie habe ich jede Menge Ideen und Euphorie für solidarisches und emanzipatorisches Wirtschaften mitgenommen. Materiell äuszert sich dies in einer Mappe gefüllt mit Flugis, Zeitschriften und zwei mit Notizen gefüllten A4-Blättern. Ich habe grad nicht genügend Lust, Geduld oder Kraft einen allumfassenden Rundumschlag zum Kongress zu machen – nachdem mich die Ente eben auch schon gelöchert und all das recht kritisch hinterfragt hat. Ich möchte aber erstmal jene Gruppen mit ihren Ansätzen hier kurz hypertextuell auflisten, die ich als am spannendsten empfand:
Da der Kongress auch praxisorientiert von der Frage Wie wollen wir wirtschaften? ausgegangen ist, stehen hinter obigen Konzepten und Gruppen konkrete Handlungsansätze, die ich als überaus relevant für einen progressiven Protagonismus im Hier und Jetzt ansehe und später hier nocheinmal thematisieren möchte.
Offen blieb für mich, wie oder ob eine Solidarische Ökonomie über die Nische der Stadtteilzentren hinweig skalieren kann. Kollektive, Kooperativen und Genossenschaften, die solidarischen, emanzipatorischen und ökologischen Ansprüchen gerecht werden wollen, haben es natürlicherweise schwer, sich auf dem kapitalistisch organisierten Markt gegen andere konventionelle Betrieben zu behaupten. Dieser (hinter)fragende Blick in die Zukunft als auch der Blick auf Geschichte vieler letzendlich gescheiterten Projekte ähnlichen Anspruchs wurde zwar aufgeworfen, konnte meiner Ansicht nach kaum beantwortet werden (mich eingeschlossen). Auch wenn ich Community Gärten, Nachbarschaftsbibliotheken und Umsonstläden sehr charmant finde, frage ich mich, wie Akteure der Solidarischen Ökonomie regional aber auch überregional miteinander in Beziehungen treten können, um Bedürfnisse zu begegnen. Könnte ein komplexes Produkt wie ein Computer in der Solidarischen Ökonomie nach jenen hohen Ansprüchen hergestellt werden? Kann dabei der Markt, der von vielen als universelles Naturgesetz verstanden wird, angepasst oder gar überwunden werden? In den Workshops und Foren, an denen ich teilnahm, habe ich zu dieser Frage keine zufriedenstellende Antwort bekommen, aber vielleicht ist es da auch noch ein wenig zu früh zu…
Published on November 26th, 2006 at 23:19. Filed under deutsch, selfrule
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Ich lerne gerade für eine Prüfung, die sich unter anderem um Datenkompression dreht. Das Ziel dabei ist Redundanz und Irrelevanz zu verkleinern oder ganz und gar zu vermeiden. Während diese Art der Kompression auch in Zeiten schneller Verbindungen und groszer Festplatten für wichtig erachtet wird, scheint sich inhaltliche Redundanz und Irrelevanz immer weiter auszubreiten. In der Blogosphäre zum Beispiel stört mich das eigentlich weniger, weil ich mir das mittels Suchmaschinen und einer Blogrolle einigermaszen (…) zurecht packen kann. Auszerdem gibt es ja unter den Blogautoren, die ich so lese, jene gute Angewohnheit Zitate zu kennzeichnen und zu verlinken.
Ein gröszeres Problem scheint aber die Copy-Paste- und Paraphrasierkultur in der Wissenschaft darzustellen. Stefan Weber hat für Telepolis über textuellen Missbrauch in der akademischen Welt geschrieben. Sehr lesenswert für jegliche studierende, lehrende und/oder forschende Mitmenschen. Besonders sei auf die spannende Tätigkeit des ‘Nachgooglens’ bzw suchmaschinenanbieterneutral ‘Plagiatjagens’ hingewiesen, womit mensch auf so manche Dopplungen in Haus-, Diplom- oder Doktorarbeiten stoszen würde. Für diese Tätigkeit würde ich übrigens für eine technische Erweiterung plädieren, die dann auch nach paraphrasierten Sätzen suchen würde.
Weber stellt drei sich nicht notwendigerweise ausschlieszenden Lösungen für das Problem vor:
- “Schreiben wir doch bitte viel weniger Seiten, und formulieren wir dafür jeden Satz selbst.”
- “Schreibwerkstätten, kreatives Schreiben, rationales Argumentieren, Rhetorik ohne Powerpoint, beinharte Zitierkunde am Beginn jedes kulturwissenschaftlichen Studiums - anstelle […] noch mehr Ergoogelung”
- Die Institute einer solchen Wissenschaft schlieszen.
via ZwischenSpeicher: 23.11.2006 11:46:53
Published on November 23rd, 2006 at 17:10. Filed under deutsch, technology, education
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We – Bubi, Joe and i – have ‘just’ talked about a mechanical apparatus that would be programmed to prepare coffee in the morning just like this breakfast machine in the first Back to the Future movie that even included preparing an egg. Well, now that we are living in the wonderful world of the web 2.0 we can get quite a lot of inspiration by viewing clips of Rube Goldberg machines. Bubi – a bright mechatronics student – has just send me this one where a tea bag is finally thrown into a cup – after detouring a marble around a labyrinth of things. I would like to add some Japanese jewels of Rube Goldberg machines with impressive mechanics, materials, and music. More of these kinda things on Google Video or YouTube. DIY at its best.
Published on November 22nd, 2006 at 22:28. Filed under english, geekery, beauty
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Warum ist es so, dass das Wort ‘Ökonomie’ so unappetitliche Dinge wie Privatisierung, Arbeitslosigkeit und Armut in meinem Kopf klingeln lässt? Warum impliziert es nicht beispielsweise Zusammenarbeit, Demokratie und Selbstverwirklichung? Kapitalismuskritik würde dies auf mannigfaltiger Weise analytisch und kritisch beantworten. Und das ist an sich auch gut so. Eine womöglich spannendere Frage bleibt aber: Wie wollen wir wirtschaften? Am kommenden Wochenende findet in Berlin ein Kongress statt, der genau diese Frage stellt. Konstruktiv und zukunftsgewandt soll diskutiert werden, wie eine Solidarische Ökonomie aussehen könnte und wie mensch dahin kommt, statt immer auf so Ismen herumzudreschen.
Dabei fällt auf, dass viele Referenten aus Lateinamerika kommend ihre Erfahrungen aus Kooperativen und Kollektiven mitbringen. Eine breite Themenpalette wird aufgemacht, mit auch zum Teil hier zuvor aufgeworfenen Dingen wie Tauschringe und Regiogeld, Gesundheit und Wasser, Wohnen und Bürgergeld. Neben Podiumsdiskussionen, finden eine ganze Menge Workshops statt. Allein am Samstagvormittag gibt es Workshops mit u.a. (!) solchen spannenden Titeln:
Interessant ist, dass bis auf Kapitalismus und Neoliberalismus weitere Ideologien weitesgehend ungenannt bleiben. So schwingt zwar ab zu Genossenschaftsbewegung und auch ein wenig Anarchismus mit, allerdings scheint es, als ob versucht wird, Visionen und Utopien auf ein praktisches Niveau herunter zu holen – was nicht unbedingt zu kritisieren ist. Die Veranstalter- und Unterstützerliste liest sich zumindest wie das Who is who der Globalisierungskritik und der Kooperativenbewegung.
Spannende Sache das. Nach Utrecht bin ich ja letztens dann doch nicht mehr gefahren. Aber Berlin ist ja auch um die Ecke. Kommt wer mit?
Published on November 21st, 2006 at 00:01. Filed under deutsch, selfrule
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In the German blogosphere there is a rather hot debate about a web community for university students called StudiVZ that is actually not much more than a Facebook clone. While this community doesn’t have any special features apart from the conventional social networking thing, it is gaining a lot of momentum in attention and user registration. It seems like everybody studying in a German or European university needs to be part of it. Of course, the operators behind StudiVZ had a hard time to keep up with this growth leading to issues regarding performance and privacy. While this already might cause some arousal among the ones that are a bit more critical about centralized communities (including me), the founder has been a bit stupid using Nazi propaganda to invite to his birthday party and show off a potential sellout to some big player.
Well, this is also part of the wonderful world of Web 2.0 while comparisons to the big bubble that bursted out of comercial anxiety seem to get more evident. Del.icio.us, Flickr, MySpace, YouTube, etc are all extremely interesting phenomena. One could do – and a lot are doing – amazing research on web based community etc., oddly enough nobody asks about such things as power, influence, and money. If millions of users – often but not exclusively teenagers – are socially organized in centralized communities that are driven by comercial interests of the biggest players such as Yahoo, Google, and Murdoch’s News Corporation don’t we have some kind of issue here?
While this incident with this Nazi propaganda was just a foolery of some euphoric startup kid, centralized web communities always leave a bad aftertaste in my mouth. I think Web 2.0 and social software tastes best when they are part of a democratic, non-profit and (if possible) decentralized framework. Even though Wikipedia wouldn’t really work decentralized it shows how non-profit pays off for all. It is an extremely useful resource for the whole world. But also look at the blogosphere with its podcasting and everything. This is what i understand as Smart Mobs or Collective Intelligence in a totally positive way. Users remain individuals but become empowered humans in (mostly) meaningful social relations with each others. The mentioned centralized communities from above also have this positive networking character, yet the organizational structures behind – corporations seeking profit – always make them alarm bells ring. At the end of the day their interest is not participation, openness, and democracy, but profit.
To prevent culmination of power and profit we need decentral and democratic structures. There are a lot of examples in the real world but also in the world of bits and bytes. I am engaged in the Atomique project to create a decentralized and distributed way of photo sharing, but we should consider extending this to other resources as well. Furthermore – as Zwischenspeicher points out – we should question the role of search engines, trackers, and aggregators in this context.
Published on November 19th, 2006 at 20:49. Filed under english, technology, selfrule
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Ein Kurzanimationsfilm von Run Wrake zeigt kranke Idylle auf dem Lande im auszergewöhnlich schönen Illustrationsstil der 50er Jahre dreidimensional in Szene gesetzt. Sehr sehenswert.
via popnutten: Lord of the Flies
Published on November 11th, 2006 at 14:40. Filed under deutsch, beauty
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Während in Magdeburg gerade Entscheider in leger-elitärer Atmosphäre ihre Sicht auf die Stadt der Zukunft austauschen, findet Ende dieser Woche im niederländischen Utrecht ein Camp for Oppositional Architecture statt, das sich mit vielen Facetten von Architektur, Stadt und Raum für widerständige Praktiken auseinandersetzt. Die Architekturzeitschrift mit dem sympathischen Namen An Architektur veranstaltet das Camp, um architektonische Alternativen in Zeiten zu konzeptionieren, in denen Architektur fast ausschlieszlich kapitalistischer Verwertungslogik gehorcht. Im Gegensatz zum oben genannten Kongress scheinen alle Veranstaltungen des Camps freien Eintritt zu haben. Mit dem Camp wird auch eine Kunstausstellung eröffnet, die wie das Camp selber in den Räumen von Casco, dem Büro für Kunst, Design und Theorie, verortet sein wird. Neben Poster und Flyer gibt es auch einem umfangreich und ansprechend gestalteten Reader als PDF zum Download.
Ich spiele ja mit dem Gedanken übers Wochenende nach Utrecht zu fahren. Hat wer Interesse mitzukommen?
Published on November 8th, 2006 at 10:24. Filed under deutsch, selfrule, architecture
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