Schlagabtausch zum Grundeinkommen
In der taz gibt es heute eine Gegenüberstellung zum Bürgergeld zwischen Befürworter Wolfgang Strengmann-Kuhn und Kritiker Heiner Flassbeck.
Strengmann-Kuhn rechnet vor, wie ein bedingungsloses Grundeinkommen finanziert werden könnte, und erklärt, warum das besonders für die arbeitenden Armen eine Verbesserung darstellen würde. Er ist es nämlich auch, der die Studie im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung mit zu verantworten und sich sonst auch mit dem Phänomen der Working Poor auseinander gesetzt hat.
Flassbeck hingegen moniert, dass die Nicht-bedürftigen auch ein Grundeinkommen bekämen, und deshalb Einkommensteuer und womöglich auch Mehrwertsteuer arg ansteigen müssten. Dies hätte Konsumverzicht und ein großes Kuddelmuddel zur Folge.
Tja. Was nun?


December 15th, 2006 at 11:46 am
diese rechung von flassbeck ist komplex, daher sage ich, solange man das nicht ins detail prüft, ist es ideologieverdächtig. heiner flassbeck würde ich auf den ersten blick als spd-nah beschreiben. da die spd und die gewerkschaften (zumindest die elite dieser kollektive) aus ihrer ideologischen stellung heraus gegen das bge sein müssen, sehe ich ebenfalls flassbeck als gefärbt an. nichtsdestotrotz werde ich mir seine rechnung bei gelegenheit genauer anschauen. meine erfahrung aus der debatte: man muss genau gucken, woher die argumentation kommt, wer sie postuliert.
December 18th, 2006 at 4:46 pm
Stimmt, gerade dann wenn Politiker aus – zumindest auf den ersten Blick – so verschiedenen Parteien mit dem Konzept liebäugeln.
December 23rd, 2006 at 9:32 pm
[…] chen ethik“. über das bge wird ebenfalls hier, hier, hier, hier und hier berichtet. wir sind also vielleicht doch auf dem weg zur kultur […]