Themenabend: Neue Medien im Krieg für Frieden

schamloser Kreuzbeitrag aus dem Antikriegsblog

Atpeace-1Themen- und Diskussionsabend zu Neuen Medien und Web 2.0 für Partizipation, Friedensbewegung und Konflikttransformation.

Massenmedien spielen spätestens seit dem Zweiten Weltkrieg eine wesentliche Rolle bei der Rechtfertigung, Vorbereitung und Durchführung von Kriegen. Beispiele dieser Praxis reichen von der gleichgeschalteten Presse der Nazis über Radio- und Fernsehsender beim Völkermord in Ruanda bis zu einer weitgehend unkritischen Berichterstattung in den USA im Vorfeld des letzten Irakkriegs. Insbesondere bei diesem zweiten Irakkrieg hat sich allerdings eine breite Protestbewegung konstituiert, die den Krieg zwar nicht verhindern konnte, aber mittels der Neuen Medien die stärkste globale Mobilisierung der Friedensbewegung seit Vietnam darstellt.

Seitdem haben sich die Neuen Medien zum sogenannten Web 2.0 weiterentwickelt, das in Anwendungen wie Weblogs und Wikis die Prinzipien Partizipation, Demokratie und Dezentralisierung betont. Nutzer generieren zunehmend die Inhalte selbst, sind aber darüber hinaus auch an Entscheidungsprozessen beteiligt. Offene Schnittstellen und Formate erlauben relativ einfache Verknüpfung von verschiedenen Datenquellen zu sogenannten Mashups. Informationen werder immer einfacher von Bürgern erstellt, verknüpft und aufgenommen, so dass neue Formen von Gegenöffentlichkeit möglich werden.

Diese Entwicklung wirft insbesondere vor dem Hintergrund der Relevanz von Medien in Konflikten spannende Fragen für zivilgesellschaftliches Engagement, Friedensbewegung und Konflikttransformation auf, die wir an dem Themenabend mit Teilnehmern diskutieren möchten. Folgende Referenten haben sich bereit erklärt mit einführenden Vorträgen die Grundlage einer offenen Diskussion zu bereiten:

Wir freuen uns auf einen interessanten Abend.

Donnerstag, 28. Juni 2007
Tagungsraum der Universitätsbibliothek
Beginn 18 Uhr, Eintritt frei


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