Wenn städtische Energieanbierter privatisiert werden, müssen sie nicht zwangsläufig in die Hände profitmaximierender Groszunternehmen gehen. Eine spannende Alternative stellen bürgerschaftlich organisierte Energiegenossenschaften dar. Die Mitglieder sind zeitgleich Kunden als auch aktive Genossenschafter, was den Vorteil hat, dass die Preise zumeist sinken und bürgerschaftliche Kontrolle an die Stelle von Profitinteresse tritt. In Mitteldeutschland sorgt die Gas- und Energiegenossenschaft gerade für Aufsehen, da sie bei steigenden Erdgaspreisen als konzernunabhängiger Erdgasanbieter niedrigere Preise verspricht. Während manche Stadtwerke immer noch keine Ökostromtarife anbieten bzw ihre Kunden von deren Existenz nicht wissen lassen, stellen Genossenschaften wie Greenpeace Energy eine spannende Ökoalternative dar, weil sie die Sache mit dem Klimawandel ernst nehmen. Aber auch in anderen zuvor städtisch organisierten Feldern, wie zum Beispiel Wohnen und Wasserversorgung, können Genossenschaften dort ansetzen, wo Stadtverwaltung und Konzerne versagen: Solidarische Ökonomie. Im Hausmeisterblog plädierte Helmut Höge bereits im April vergangenen Jahres, Genossenschaften zu gründen. Mehr Infos zur Solidarischen Ökonomie gibt es auch auf der Internetseite des gleichnamigen Kongresses von vor über einen Jahr in Berlin.