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(Energie-)Genossenschaften

Wenn städtische Energieanbierter privatisiert werden, müssen sie nicht zwangsläufig in die Hände profitmaximierender Groszunternehmen gehen. Eine spannende Alternative stellen bürgerschaftlich organisierte Energiegenossenschaften dar. Die Mitglieder sind zeitgleich Kunden als auch aktive Genossenschafter, was den Vorteil hat, dass die Preise zumeist sinken und bürgerschaftliche Kontrolle an die Stelle von Profitinteresse tritt. In Mitteldeutschland sorgt die Gas- und Energiegenossenschaft gerade für Aufsehen, da sie bei steigenden Erdgaspreisen als konzernunabhängiger Erdgasanbieter niedrigere Preise verspricht. Während manche Stadtwerke immer noch keine Ökostromtarife anbieten bzw ihre Kunden von deren Existenz nicht wissen lassen, stellen Genossenschaften wie Greenpeace Energy eine spannende Ökoalternative dar, weil sie die Sache mit dem Klimawandel ernst nehmen. Aber auch in anderen zuvor städtisch organisierten Feldern, wie zum Beispiel Wohnen und Wasserversorgung, können Genossenschaften dort ansetzen, wo Stadtverwaltung und Konzerne versagen: Solidarische Ökonomie. Im Hausmeisterblog plädierte Helmut Höge bereits im April vergangenen Jahres, Genossenschaften zu gründen. Mehr Infos zur Solidarischen Ökonomie gibt es auch auf der Internetseite des gleichnamigen Kongresses von vor über einen Jahr in Berlin.

3 Responses to “(Energie-)Genossenschaften”

  1. I was born under a wandering star Says:

    cite:”Während manche Stadtwerke immer noch keine Ökostromtarife anbieten bzw ihre Kunden von deren Existenz nicht wissen lassen […]”
    richtig, und selbst dann, wenn solche Tarife von den Stromversorgern angeboten werden, gibt es noch genug Platz für Ungereimtheiten, siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,526807,00.html

  2. Konrad Says:

    Klingt interessant. Nur müssen solch kleine Genossenschaften Strom doch zwangsläufig bei den großen Erzeugern kaufen … und die werden den “kleinen” wohl kaum Sonderpreise einräumen.
    Was man aber damit sicher am Preis spart ist die angesprochene Gewinnmaximierung.
    Das dürfte von der Sache was ähnliches sein, wie die freien Tankstellen, oder?

  3. anarchitect Says:

    Nein, ganz im Gegenteil: statt Energie nur weiterzuverkaufen, können Energiegenossenschaften selbst auch Elektrizität erzeugen. Dabei können sie schon bei geringen Mitgliederzahlen aktiv Energie erzeugen. Insbesonders regenerative Energien eignen sich dazu, weil sie oft dezentral gewonnen werden, ohne dabei gigantische Anlagen wie bei Atomkraftwerken zu bedürfen. In Magdeburg gibt es zum Beispiel eine Bürgersolarstromanlage (PDF).

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