danah boyd wrote a passionate essay (blog entry) about socio-economic divisions in online communities and its relation to society. Summarized a bit bluntly: the jocks and preps use Facebook, while the punks and underdogs use MySpace. Instead of labelling those two groups “good” and “bad” boyd suggests (admittedly still problematic) “hegemonic” and “subaltern”. Especially interesting are the sections about military, shootings, and the overall state of society. A very interesting read.
Themen- und Diskussionsabend zu Neuen Medien und Web 2.0 für Partizipation, Friedensbewegung und Konflikttransformation.
Massenmedien spielen spätestens seit dem Zweiten Weltkrieg eine wesentliche Rolle bei der Rechtfertigung, Vorbereitung und Durchführung von Kriegen. Beispiele dieser Praxis reichen von der gleichgeschalteten Presse der Nazis über Radio- und Fernsehsender beim Völkermord in Ruanda bis zu einer weitgehend unkritischen Berichterstattung in den USA im Vorfeld des letzten Irakkriegs. Insbesondere bei diesem zweiten Irakkrieg hat sich allerdings eine breite Protestbewegung konstituiert, die den Krieg zwar nicht verhindern konnte, aber mittels der Neuen Medien die stärkste globale Mobilisierung der Friedensbewegung seit Vietnam darstellt.
Seitdem haben sich die Neuen Medien zum sogenannten Web 2.0 weiterentwickelt, das in Anwendungen wie Weblogs und Wikis die Prinzipien Partizipation, Demokratie und Dezentralisierung betont. Nutzer generieren zunehmend die Inhalte selbst, sind aber darüber hinaus auch an Entscheidungsprozessen beteiligt. Offene Schnittstellen und Formate erlauben relativ einfache Verknüpfung von verschiedenen Datenquellen zu sogenannten Mashups. Informationen werder immer einfacher von Bürgern erstellt, verknüpft und aufgenommen, so dass neue Formen von Gegenöffentlichkeit möglich werden.
Diese Entwicklung wirft insbesondere vor dem Hintergrund der Relevanz von Medien in Konflikten spannende Fragen für zivilgesellschaftliches Engagement, Friedensbewegung und Konflikttransformation auf, die wir an dem Themenabend mit Teilnehmern diskutieren möchten. Folgende Referenten haben sich bereit erklärt mit einführenden Vorträgen die Grundlage einer offenen Diskussion zu bereiten:
Die Gegenaktivitäten zum G8-Gipfel sind bereits in vollem Zuge und die Ente notiert dazu passend Brechts Moldaulied “Es wechseln die Zeiten”. Tatsächlich passen die Zeilen – wenn mensch es wahr haben will – auch auf die nächsten Tage.
Vertreter gewisser mächtiger Staaten des Nordens verbarrikadieren sich in einem Luxushotel am Ostseestrand, um sich der Weltpolitik anzunehmen, während sie bis heute beweisen, dass sie nicht den politischen Willen haben, Armut, Umweltzerstörung und Krieg wirklich zu bekämpfen. Wie sonst lässt sich erklären, dass der globale Norden keine effektiven Masznahmen ergreift, um die Handelsbedingungen für schwächere Marktteilnehmer zu begünstigen, globale Erwärmung aufzuhalten oder die weitere Ausbreitung von Klein- und Massenvernichtungswaffen einzudämmen? Entscheider, die diese Situation mit zu verantworten haben, dürfen nicht in Ruhe gelassen werden.
Wenn sich Regierungen als willenlos und inkompetent erweisen, die Herausforderungen der Zeit zu erkennen, müssen soziale Bewegungen die nötigen Veränderungen herbeiführen und überkommene Strukturen überwältigen. Viele Menschen machen sich auf den Weg nach Rostock und Heiligendamm, um Unmut und Utopie zu teilen und zu artikulieren. Dass diese Menschen aus so verschiedenen Kontexten wie Kirchen, Gewerkschaften, Vereinen und Bürgerinitiativen von Politik und Medien als gewaltbereite Chaoten disqualifizert werden, zeigt wie stark die Achtung demokratischen Handelns in der politischen und medialen Klasse gesunken ist.
Ich bin der Meinung, dass der G8-Gipfel ein Relikt aus alten Zeiten war, das es nicht mehr aufrechtzuerhalten gilt. Die Strukturen, die dieser Gipfel symbolisiert, stehen den Prinzipien von Demokratie, Solidarität und Frieden stark entgegen und oft auch im Weg. Die Lösung der globalen Probleme liegt nicht hinter dem Sicherheitszaun, sondern in den vielen offenen Camps und diskursiven Foren während dieses Gipfels aber auch zu vielen anderen Gelegenheiten.
Während die globalisierungskritische Bewegung dem Gipfel die Legitimation abspricht, befindet sich die politische Klasse bereits in der Sinnkrise. Daher lohnt es sich nicht, an diese konfuse Gruppe von Menschen, die sich nicht der Perversion dieses Treffens bewusst wird, Forderungen zu stellen, während schon längst neue Praktiken jenseits der verbrannten Erde konventioneller Politik und Ökonomie entstehen.
Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
Die Studentische Antikriegsgruppe Magdeburg lädt zur 9. Friedensnacht ins Projekt 7 ein und zeigt mal wieder, dass Frieden tanzbar ist. Die Kammerjäger, ein Magdeburger Improvisationstheater, bereiten das spontan-dramatische Vorspiel und James Fast & pharao flanders an Gitarre und Percussions sorgen für die rhythmisch-melodische Einstimmung auf den Höhepunkt des Abends: Rascasse aus Berlin wird feinsten Ska bereiten, was vom Publikum höchstwahrscheinlich mit gepflegten Skank beantwortet wird.
Neben jenen kurzweiligen und tanzbaren Elementen, gibt es wieder die Gelegenheit sich mit anderen friedensbewegten Menschen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Desweiteren wird es neben Infomaterial auch Fair-gehandeltes vom Eineweltladen geben. Der Eintritt ab 2 Euro geht direkt an das Förderprojekt Iwanuschka e.V., das sich für ein besseres Leben behinderter Menschen in Russland einsetzt.
Weitersagen! Wir freuen uns auf euch!
Donnerstag, 7.12.06
Einlass 20.00 Uhr - Projekt 7
Eintritt ab 2 Euro (Spende)
Die Ente hat im Antikriegsblog über verstärkte Desertation und Rekrutierung seit Beginn des Irakkriegs geschrieben. Interessant und traurig zugleich dabei ist, welche Rolle die soziale Schicht und der Wohlstand jener jungen US-Amerikaner spielt, die sich für das Militär verpflichten.
Schaut man sich aber die Beweggründe der Einzelnen für den Eintritt in den Militärdienst an, so stellt man fest, dass sich die meisten aus einer materiellen und/oder sozialen Notsituation heraus dem Dienst an der Waffe verpflichtet haben. Viele verpflichten sich, um Geld für ein Studium zu verdienen. Andere werden direkt von High Schools in sozial schwachen Gegenden oder aus Jugendgefängnissen rekrutiert. Neben dem Geld, das den Jugendlichen geboten wird, sehen viele den Militärdienst als einzige Chance an, etwas aus ihrem Leben zu machen. Armeeanwärtern, z.B., winkt eine frühere Entlassung aus dem Gefängnis und die Ausbildung beim Militär ist nicht nur kostenlos, sondern wird sogar sehr gut bezahlt.
Im Frühjahr hatte ich erwähnt, dass sich die Studentische Antikriegsgruppe aus Magdeburg – in der ich mich übrigens aktiviere – einen Weblog gegeben hat. Wer sich gewundert hat, warum es hier ein wenig ruhiger wurde, so lag es unter anderem auch daran, dass ich mich mehr der Antikriegsbloggerei gewidmet habe. Da ich aber im Moment der einzige Autor bin, suchen wir nun ein wenig Mitstreiter. Du kannst natürlich auch einfach erstmal den Weblog lesen, weil Leser suchen wir auch noch ;)
Published on July 28th, 2006 at 22:28. Filed under deutsch, antiwar
Seit einigen Tagen höre ich mir die Lieder von Víctor Jara an und nehme die Aufbruchstimmung von vor mehr als 30 Jahren auf, als er den Wahlkampf der Unidad Popular unterstützte und mithalf, dass Salvador Allende 1970 erster demokratisch gewählter Präsident der Welt kommunistischer Gesinnung wurde. Jaras Lieder sind politisch, romantisch und nach heutigen Maszstäben wohl minimalistisch. Am 11. September 1973 wurde Allende geputscht und Jara mit vielen anderen Menschen im Estadio Chile gefoltert und fünf Tage später getötet. Das Stadium wurde 2003 – 13 Jahre nach Ende der Diktatur Pinochets – nach ihm umbenannt. Nun wurde der mutmaszliche Möder aufgedeckt, der als Funktionär im Arbeitsministerium arbeitet/e. Während die Aufarbeitung der Diktatur in Chile nur schleppend und leise voranschreitet, ist die Bestürzung in manchen Teilen der Bevölkerung grosz, dass der Mörder Víctor Jaras unbeachtet sein Gehalt vom Staat erhält.
Today i have purchased stamps to be prepared when the urge hits me to write some lines with pen on paper home or elsewhere. I have no problem with stamps featuring the International Women’s Day. Quite the opposite, actually. But how could i’ve known that the Chilean Ministry of Defense uses this opportunity to hail women in uniform. When i saw the stamps i asked whether they also had other stamps, but the friendly cashier of the Chilean Mail (”Correos”) declined. So if anybody receives a postcard with uniformed women on the stamps, please apologize.
More and more hackers and hackresses leave their computers turned off these days to turn their attention to a completely lo-tech pastime activity. They get their knitting baskets out filled will needle and yarn goodness and do the thing that might as well change the whole world. Some weave streetart, others knit anti-war protests and a few even start magazines devoted to the next big thing. Those webs of yarn neither need electricity nor wi-fi – just commitment to the cause. Today products of knitted fabrics of wool seem to be just as pervasive as air. There is even apparel completely made of yarn. If you ask me this is what i would call grid, everywear, or ubiquitous technology. In the future we will overcome dull necessities like electricity, internet, or computers. We will all knit together a warmer, fuzzier and more interwoven web of wool. Leave all tech lingo behind you and start to use those open APIs available in every thriftstore.