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Archive for the 'antiwar' Category

I don’t know why you think

Today in the Spanish course we have talked about “No sé por qué piensas tú”, a poem by the cuban poet Nicolás Guillén, about the relation between soldiers and civilists and how dictaturships benefit from the mutual rejection between its military forces and the people to exercise power. It seems to me that this applies to police in contemporary capitalist societies, as well.

Published on April 10th, 2006 at 22:46.
Filed under english, antiwar, santiago

Now war is declared and battle come down

Poor guy was arrested for singing along the Clash classic London Calling in a taxi cab on the way to the airport. Taxi driver got suspicious and informed the bobbies. Poor guy was taken from the plane. All safe now. More at Reuters.

via Spreeblick: Beim Podcast bitte nicht mehr mitsingen!

Published on April 7th, 2006 at 14:44.
Filed under english, antiwar, musique

Die Antikriegsgruppe hat Blog

Der Bubi hat für die Antikriegsgruppe einen Wordpress-Blog eingerichtet, so dass wir jetzt ein Dreierlei an sozialer Software haben: Wiki, Forum und nun auch einen Weblog. Im ersten Post schrieb ich folgendes:

Die Antikriegsgruppe hat sich kurz vor Ausbruch des Krieges in Magdeburg gegründet und seitdem versucht auf lokaler Ebene, Friedens- oder eben Antikriegsarbeit zu leisten. Zwar hängt unsere Gründung direkt mit dem Irak-Krieg zusammen, doch haben wir immer versucht, die Aufmerksamkeit einerseits auf die vielen anderen Konflikte als auch auf Visionen der Friedensforschung zu lenken. So soll es auch in diesem Blog geschehen. Dies bedeutet, dass wir neben den scheinbar endlosen hoffnungsraubenden Meldungen, auch über Ideen und Praktiken schreiben wollen, die Miteinander, Kooperation und Ausgleich zwischen Konfliktparteien anstreben.

Ach ja, ich halte es auch gern mal wie George Bernard Shaw, wenn er meint: I often quote myself, it adds spice to my conversation.

Published on March 23rd, 2006 at 00:02.
Filed under deutsch, magdeburg, antiwar

Abschiebungen nach Tschetschenien

In Deutschland werden teschetschenische Flüchtlinge abgeschoben, obwohl ihnen zu Hause staatliche Verfolgung droht. Alle Wege führen nach Tschetschenien (Telepolis) von Katja Seefeldt diskutiert die Situation:

Er hat sich gewehrt, bis zuletzt, aber genutzt hat es ihm nichts. Am 8. Februar wurde der fünfundzwanzigjährige Tschetschene Ali Sambulatow (Name v. d. Redaktion geändert) nach Russland abgeschoben, an Händen und Füßen gefesselt. Es ist die dritte Abschiebung eines Tschetschenen innerhalb weniger Wochen und es werden wohl weitere folgen. Denn egal, wie desaströs die Lage in der Kaukasus-Republik ist, deutsche Gerichte und auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge lassen sich davon nur selten beeindrucken. […]

Published on February 20th, 2006 at 22:42.
Filed under deutsch, antiwar, migration

Heute: Lange Nacht zum interkulturellen Dialog

Heute Abend ab 23:05 gibt es auf Deutschlandfunk eine Lange Nacht mit dem Titel Das Eigene und das Fremde:

Immer schneller werden Menschen als potenzielle Staatsfeinde und Terroristen abgestempelt: Das prägt weitgehend das gegenwärtige gesellschaftliche und soziale Klima. In einer solchen Atmosphäre wachsen Fremdenfeindlichkeit und Fremdenhass. Dabei geraten oft die komplexen Zusammenhänge und die Genese von Konflikten in den Hintergrund.

Verantwortliche Politiker suchen zumeist erst dann nach Lösungen, wenn die Konflikte eskalieren, statt sich ihnen in der Entstehung zu widmen. Und sie regen die Bevölkerung gerade nicht dazu an, sich auch im Fremden und scheinbar ganz Andersartigem selbst zu erkennen. Politische Kategorien allein reichen zum Verstehen des Geschehens nicht aus. Neue Deutungen sind notwendig, um die individuellen und kollektiven Prozesse sowie die Mechanismen zu beschreiben, die zu bedrohlichen Konflikten oder gar zu Kriegen führen. Die Lange Nacht über das Eigene und das Fremde sucht nach den Wurzeln feindseligen Verhaltens und neuen Wegen im interkulturellen Dialog.

Mir wurde von sicherer Quelle zugetragen, dass sie interessant sein wird – sie lief nämlich gestern schon im DRadio und mein Bruder hat sie gehört. Ich noch nicht, aber ich denke, dass es sich besonders in Bezug auf die Karikaturendebatte lohnen könnte. Also heute Abend nicht weggehen oder eben früher heimkehren und dem Radio zulauschen.

Published on February 18th, 2006 at 17:50.
Filed under deutsch, antiwar, migration

Magdeburg ist mit einem Kriegsschiff befreundet

KorvetteZumindest wünscht sich dies der hiesige Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper (SPD!), der zwar das Aufstellen einer Friedenstafel verzögern aber schlussendlich nicht verhindern konnte. Mir war bislang unbekannt, dass Magdeburg bereits im Mai vergangenen Jahres via Oberbürgermeister und Stadtrat zum Pate eines Kriegsschiffes wurde (PDF):

Die Landeshauptstadt Magdeburg hat die Patenschaft für ein neues Schiff der Bundesmarine, die Korvette „Magdeburg“, übernommen. Die Kiellegung des Bootes erfolgt im Mai 2005 in Bremen. Im November 2007 soll die Korvette dann in Dienst gestellt werden. Heimathafen wird Warnemünde sein.

Um die Patenschaft zwischen Boot und Stadt mit Leben erfüllen zu helfen, hat sich am 8. April 2005 in Magdeburg der „Freundeskreis Korvette Magdeburg“ gegründet. In der Anlage reiche ich Ihnen hierzu u.a. das Gründungsprotokoll zur Kenntnis, dem Sie auch die Gründungsmitglieder entnehmen können.

Und jenem Freundeskreis will Magdeburg nun beitreten. So steht es heute zumindest in den Nachrichten aus der wöchentlichen Dienstberatung des Oberbürgermeisters:

Magdeburg. Korvette Magdeburg
Die Landeshauptstadt Magdeburg wird - sofern der Stadtrat zustimmt - korporatives Mitglied im “Freundeskreis Korvette Magdeburg”. Der Verein will die Patenschaft zur Korvette der Bundesmarine, die den Namen “Magdeburg” tragen wird, pflegen. Das Schiff wird Ende 2007 vom Stapel laufen.

1. Vorsitzender Dr. Gerd Gies (1.von links), Vizeadmiral Wolfgang Nolting (3. von links), 2. Vorsitzender Kapitänleutnant d. Res. Manfred Discher (4. von links), Major d. Res. Friedrich von Bismarck (5. von links), Oberbürgermeister von Magdeburg Doktor. Lutz Trümper (6. von links) und der stellvertretende Kommander des Verteidigungsbezirkskommando 82 (7. von links)Aus einer Stellungnahme der Verwaltung (PDF) geht hervor, wer das besondere Interesse an der Patenschaft und womöglich Freundschaft zwischen Magdeburg und der Korvette vorantreiben will:

Der Oberbürgermeister hatte Kontakte zum Bundesverteidigungsministerium im Hinblick auf die Herbeiführung der Entscheidung zur Namensgebung der Korvette persönlich geführt und ebenso an der Gründungsveranstaltung des Freundeskreises der Korvette Magdeburg teilgenommen. Die Verbindung zur Spitze der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Magdeburg wird nach Festlegung des Oberbürgermeisters durch den Beigeordneten I Herrn Platz gehalten, der Mitglied im Freundeskreis Korvette Magdeburg ist.

Was die Korvette der Braunschweig-Klasse (K 130) so beliebt macht, dass auch Magdeburg mit ihr befreundet sein sollte, beschreibt Lühr Henken in seiner Analyse über Die Bundeswehr der Zukunft folgendermaszen:

Bestückt werden sie in der Tat mit dem deutsch-schwedischen Marschflugkörper RBS 15 Mk3. Noch hat er eine Reichweite von 200 km, soll aber später auch noch nach 400 km Überlandflug seinen 200 kg-Sprengkopf metergenau zur Detonation bringen können. Der Korvettenbau verschlingt von 2004 bis 2008 etwa 790 Mio., die 60 Exemplare der RBS15 Mk3 sind bis 2011 mit Kosten in Höhe von 210 Mio. EUR ausgewiesen. Die Militärzeitschrift “Soldat und Technik” schwärmte: “Der RBS 15 Mk3 ist ein vielseitig einsetzbarer und höchst wirkungsvoller Flugkörper mit Landzielbekämpfungs-Fähigkeit, der seinesgleichen sucht.”

Irgendwie berfremdet mich diese Stadt. Ich kann es friedliebenden, fahrradfahrenden Zeitgenossen nicht verübeln, ähnlich zu fühlen.

Published on February 14th, 2006 at 18:48.
Filed under deutsch, magdeburg, antiwar, urbanlife

Give yourself a treat: the AK-47 that even children can handle



Is an assault rifle difficult to use? You need not worry. What do you think child soldiers are using in the lakes of Libraria and the Democratic Republic of Congo?

Published on January 27th, 2006 at 20:07.
Filed under english, antiwar

Magdeburg bekommt die Friedenstafel

Provisorische Friedenstafel Nach langem Hin und Her scheint es wohl wahr zu werden: an zentraler Stelle in Magdeburg wird eine Friedenstafel aufgestellt, auf der sich die Menschen und Gruppen Magdeburgs über Frieden und geplante Veranstaltungen austauschen können. Als der Irak-Krieg begann, gab es schon einmal eine solche Friedenstafel, welche „die Möglichkeit für jedermann [bot], seine Sorgen, Ängste und Meinungen zum Thema Irak-Krieg zu dokumentieren.“
 
Seit damals gibt es den Wunsch von PDS und Frieden Jetzt! aus diesem Provisorium, das der akuten Lage im Irak geschuldet war, eine „dauerhafte Aufstellung einer Friedenstafel an exponierter Stelle im Stadtzentrum“ zu machen. Die Fraktionen SPD und CDU sprechen nun von Verständnisproblemen, da sie sich nun endlich dafür entschieden haben, eine solche Tafel aufzustellen. In der gestrigen Volksstimme (17.01.06) gab es dazu noch schöne zwei Absätze zu den ehrlichen Bemühungen des Stadtrats:

Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) berichtete, dass vor etwa einem Jahr tatsächlich eine Initiativgruppe bei ihm gewesen und die Aufstellung einer solchen Tafel erbeten habe: “Aber ich habe nicht richtig verstanden, was sie wollten. Eine Tafel, wo jeder dranschreiben kann, was er sich täglich so denkt? Und wer soll das kontrollieren? Da kommt am Ende die DVU und will auch so ne Tafel!”

Der CDU-Mann Eberhard Seifert hat auch so seine Bedenken : “Okay, für den Frieden sind ja irgendwie alle, aber in der Tat gibt es doch wieder verschiedene Auslegungen. “Auch der Ratsälteste Gerhard Reichel (SPD) merkte an: “Ich bin durchaus für so eine Art Friedenssäule in Magdeburg, aber vor einer missbräuchlichen Verwendung muss sie schon geschützt werden. Und wer soll das machen?”

Letzlich wurde dem Antrag mit den Stimmen der Linkspartei, ein Paar von der SPD, Grüne, Bund/Tierschutz und future! stattgegeben. Demokratie braucht Geduld — Stellvertreterdemokratie dazu noch starke Nerven.

Published on January 18th, 2006 at 12:03.
Filed under deutsch, magdeburg, antiwar

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern (Update)

Wenn die Archäologin Susanne Osthoff nach ihrer Entführung im Irak nicht nach den Regeln der ‘journalistischen’ und politischen Eliten Deutschlands spielt, sind eben diese eingeschnappt und wissen, vorzugsweise mit Schlamm zu schmeiszen. Ohne sich grosz mit inhaltlichen Sachen auseinanderzusetzen, wird dem Bürger, der wahlweise lethargisch vorm Fernsehgerät oder schwitzend über die Groszbuchstabensuppe hängt, mundgerecht der Skandal für zwischen die Jahre serviert. Der geht dann sinngemäsz so: Die Osthoff ist lebensmüde, hat nicht genug von Entführungen, und will sich im Irak nen Lenz auf Kosten der deutschen Steuerzahler machen. Schlieszlich ist sie ja schon eine von denen. Dass diese Argumentation versehentlich auf eine falsche Übersetzung des Al-Jazeera-Interviews basiert, wird nicht weiter aufgearbeitet. Bislang hat sie es sich offen gehalten, in den Irak zurückzukehren, schlieszlich befindet sie sich über 10 Jahre in diesem Land. Näheres findet man an vielerlei Stellen. Wenn mensch nur die Augen auf macht. Was man in den etablierten und hochgeachteten Medien nur auf den hinteren Seiten oder Sendeplätzen oder eben gar nicht findet, ist, dass Deutschland eine eher unrühmliche Rolle beim Kulturgüterschutz spielt. Dies scheint in diesem Zusammenhang für den Zuschauer des Spektakels zu komplex und unverdaulich. Dass dies eventuell auch eine Rolle bei der Behandlung der deutschen Archäologin spielen könnte, ist — wie so vieles in diesen Tagen — Spekulation, aber sicherlich nicht gänzlich abwegig.

Weitere Informationen

UPDATE

Ich find es ganz schön fragwürdig, wie sich die deutsche Medienlandschaft (inkl. Blogosphäre) an dieser Frau zu schaffen macht, ohne nach wirklichen Umständen oder gar — nicht erschrecken — Fakten zu recherchieren. Es sind Indizien, Spekulationen und eine Falschübersetzung an der richtigen Stelle, worauf sich der aktuelle Diskurs um Frau Osthoff gründet. So entstand der Eindruck, als ob sie geradewegs zurück in den Irak wollte. Dies wurde aber bisher von ihr in keiner Stellungnahme geäuszert. Ich habe mir das ZDF-Interview angeschaut und nachgelesen, und sie schien da erstmal verwirrt und fertig. Was meiner Auffassung nach vollkommen nachvollziehbar ist.

Das sonderbare und surreale ist, dass die deutsche Öffentlichkeit – abgesehen vom Einsatz einzelner politischer und religiöser Funktionäre – vor der Freilassung, kaum etwas Mitgefühl für Frau Osthoff übrig hatten. Während Entführte aus Frankreich oder Italien grosze Solidaritätsbekundungen erhielten, fielen diese hierzulande spärlich aus. Die deutsche Gesellschaft scheint ein Problem mit jener selbständigen Frau zu haben. Michael Osang argumentiert in einem Interview mit Deutschlandradio am 12. Dezember 2005 (MP3) vor der Freilassung, dass manche Menschen in Deutschland sich möglichweise von der Andersartigkeit dieser Frau angegriffen fühlen und daher mit tiefer Ablehnung reagieren.

Demgegenüber sind es einige Wenige, die Respekt vor ihr und ihrer Arbeit haben. In einem Tagesschau-Interview sagt der Archäologe Müller-Karpe, dass er Osthoffs Engagement „nicht hoch genug einschätzen“ kann. Schlieszlich wären im Irak wertvolle Ausgrabungsstätten durch Raubgrabungen bedroht und bereits geplündert, wovon die Welt ohne Menschen wie Frau Osthoff nichts mitbekommen würde. Der Berufskollege Osthoffs argumentiert, dass jene Raubwaren pikanterweise in Deutschland verkauft werden dürfen, da Deutschland die Unesco-Konvention von 1970 zum Kulturgüterschutz nicht unterschrieben hat, und zwar mit der Begründung, deutsche Arbeitsplätze zu sichern.

In Deutschland hat nun einmal die Arbeit Vorfahrt, da muss die Wiege der Zivilisation ein wenig warten.

Published on December 29th, 2005 at 13:11.
Filed under deutsch, antiwar

Filmabend: Armut und Migration

Fa19-1 Heute Abend veranstaltet die Antikriegsgruppe einen Filmabend zu Armut und Migration. Wir zeigen den Spielfilm “Der Marsch” (1990) und ich werde vorher einen kleinen Kurzvortrag zu diesem Themenkomplex halten. Nach dem Film gibt es wie immer eine informelle Gesprächsrunde, wo wir den Film und die Problematik diskutieren. Da das Thema mir sehr am Herzen liegt, hoffe ich, dass wir auch heute Abend wieder ein interessiertes und konstruktives Publikum haben werden.

Der Filmabend ist offen für jedermensch und kostet nix. Er beginnt um 20 Uhr im Projekt 7 auf dem Unicampus.

Published on December 13th, 2005 at 14:46.
Filed under deutsch, magdeburg, antiwar, migration