Heute tagsüber war es noch sonnige 22° C und jetzt kurz nach Mitternacht schneit es und die Temperatur liegt um den Gefrierpunkt. Das ist allerdings nicht nur dem Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht geschuldet. Heute gab es nämlich Föhn zum Mittag direkt von den Rocky Mountains. Die Calgarianer nennen das dann Chinook.
Published on October 24th, 2007 at 23:55. Filed under deutsch, calgary
Die Resonanz auf das Strike-Bike aus dem besetzten Fahrradwerk in Nordhausen war so grosz, dass Bestellungen “aus nahezu allen europäischen Ländern sowie aus u.a. Ägypten, den USA, Australien, Kanada, Südafrika, Israel” eingegangen sind. Auf dem Pressespiegel der Kampagne ist nachzulesen, wie die Fahrradbauer aus Nordhausen weltweit für Interesse und Inspiration sorgen. Ich freue mich für die Fahrradbauer und bin begeistert, was ihr Mut und ihre Widerstandskraft bewirkt haben und hoffentlich auch in Zukunft bewirken werden.
Die Belegschaft des zuvorerwähnten Fahrradwerks Bike Systems in Nordhausen kündigt die Herstellung eines Strike Bikes an, um die Fahrradproduktion in Eigenregie weiterzuführen. Beim Vertrieb arbeiten die Nordhausener mit der FAU zusammen, die auch die Kampagnenseite online gestellt und einen Flyer gestaltet hat. Wenn binnen 2 Wochen 1800 Bestellungen eingehen, kann das Solirad in Selbstverwaltung produziert werden. Ich bin gespannt und wünsche den Fahrradbauern viel Glück und Erfolg – obgleich ich im Moment auch kein Solidaritäts-Fahrrad bestellen kann… Aktuelle Infos gibt es nach wie vor auf LabourNet.
Vom Alex hab ich über dieses wunderbare Stück erfahren, in dem Marc-Uwe Kling seine Gefühle den Sozialdemokraten gegenüber musikalisch ausschüttet: Wer hat uns verraten?
Bestimmte Parteien bashen ist eigentlich gar nicht so mein Ding.. Dann lieber das grosze Ganze – aber in diesem Fall ist es eben besonders charmant.
Es sind beeindruckende, Geschichte bewahrende und erzählende Bilder von Ruinen einer von Krieg und Vertreibung, industriellem Niedergang und zivilisatorischer Naturbeherrschung gekennzeichneten europäischen Epoche: Industriebrachen, leer stehende Dörfer, verfallene Kasernen, aufgelassene Grenzanlagen und nicht entzifferbare Grabinschriften.
MichH und ich haben uns heute die Ausstellung angeschaut. Es sind besonders sehenswerte Fotos dabei. Der Reiz des Verlassenem und Zerfallenem hat eine eigene Ästhetik, obgleich eine gewisse Traurigkeit mitschwingt. Was könnte mensch alles aus diesen Räumen entstehen lassen! Ich war ein wenig erinnert an die verlassenenGleise der New Yorker Hochbahn.
Sieglinde Geisel rät im Radio, sich mehr Zeit zum freien Denken zu nehmen und lobt daher den Müßiggang als die ideale Tätigkeit von Wissenschaftlichern und Künstlern. Ich finde das sollte für jedeN gelten. Die glücklichenArbeitslosen sind uns da bereits ein wenig voraus.
Am kommenden Sonntag stellt Horst Stowasser in Magdeburg sein in der Edition Nautilus verlegtes Buch “Anarchie! Idee Geschichte Perspektiven” vor. In zahlreichenRezensionenwird dem Buch Faktenreichtum, Selbstkritik und Unterhaltung zugestanden. Eingeladen von der hiesigen FAU-Gruppe findet die Buchvorstellung und Diskussion am 2.9.2007 um 17 Uhr in der Linkskurve, Leiterstraße 2, statt. Sicherlich ein interessanter Abend sowohl für Sympathisanten als auch Skeptiker der libertären Utopie.
Als Pausenbäcker zur Abizeit kennen gelernt. Als (Über)Lebenskünstler auch so manches von ihm gelernt. Während Joe schon länger eine Internetseite hatte, ist sie jetzt auch endlich bloggifziert – woran ich wohl eine gewisse Mitschuld trage. Dort schildert er seine Erlebnisse und Gedanken zwischenmenschlicher oder aber auch künstlerischer Natur. In der Werkstattrubrik z.B. schrieb er jüngst über ein zweirädriges Fahrzeug von einem anderen Stern, was ich letztens am letzten Freitag des Monats bewundern und auch benutzen durfte. Desweiteren sei auf Joes wunderbare Scherenschnittportraits verwiesen, die in der im Wiederaufbau begriffenen Galerie einzusehen sind. Ich bin gespannt auf zukünftiges Bloggen und Berichten über künsterischen Schaffens und Erlebnisse aus der “fahrrad-noch-nicht-ganz-untauglichen” Stadt.
Nächste Woche veranstalten wir, Antikriegsgruppe und fjp>media, zwei Workshops zu Software für Gegenöffentlichkeit und Selbstverwaltung. Im ersten Workshop am Mittwoch, 29. August, möchten wir uns den Grundlagen von Grafik und Layout nähern, im zweiten Workshop am Freitag, 31. August, geht es dann um Wikis und Weblogs. Beide Workshops finden im Medientreff zone! am Uniplatz statt und beginnen um 18 Uhr. Es wird kein Teilnahmebeitrag erhoben, allerdings ist eine rechtzeitige Anmeldung erforderlich. Nähere Informationen gibt es auf der Workshopseite.
Als ich bei der Volksstimme gelesen habe, dass sich die Stadtverwaltung jüngst zum vierten Mal (!) beim Wettbewerb best for bike um die fahrradfreundlichste Stadt bewirbt, musste ich schon ein wenig schmunzeln. Ich frage mich, ob die Stadtverwalter selbst Fahrrad fahren oder sich einfach dachten, dass bei so viel benutzungspflichtigen Radwegen – seien sie zumutbar oder nicht – die Fahrradfreundlichkeit einfach angestiegen sein muss. Aber beim näheren Hinschauen wird klar, dass es gar nicht um das Radfahrerlebnis in Magdeburg selber sondern um den Fahrradstadtplan und Karten für Radtouren ins Umland geht. Über das eigentliche Fahrerlebnis auf Magdeburgs Straßen und Radwegen wurde hier ja bereits des Öfteren geschrieben.