For a seminar paper i will be looking closer at critical geography, and via the corresponding Wikipedia article i stumbled upon a freely available reader called Critical Geographies: A Collection of Readings that spans over 150 years of discourse and 36 texts organized into four themes. Harald Bauder and Salvatore Engel-Di Mauro have compiled this compilation and made all readings available as PDFs.
This is another reading response for the course Urban Design Theory given by David Monteyne at the University of Calgary.
The readings I have chosen for this week are about the ecological, social, and participatory aspects of urban planning and design. A common theme–which may be utterly obvious–is that urban (design) processes are complex and are therefore to be treated by designers and planners with great care and compassion. While this complexity may call for professionals, I argue that it requires the public as protagonists not mere participants. At the end of this little text I argue for an–also possibly utterly obvious–intervention that integrates those aspects. Read the rest of this entry »
Jedenfalls wünschen sich das die Gartenguerrilleros Gregor Schneider (Stadtplaner) und Oliver Schilling (Architekt) von Raum391. Um diesem Anliegen weiter Anschub zu verleihen, gab es heute Abend im ÖZIM einen Vortrag (Ankündigung auf WebUni), den ich verpasst habe, und der Blog zur Bewegung ist auch schon eingerichtet. Auf dem Blog liest mensch dann auch, was die Motivation ist: “Wir sind Bürger. Wir haben Pflichten. WIR SIND MAGDEBURG.” Dann kann dem Partisanenkampf für ein noch grüneres, bunteres und schöneres Magdeburg ja nix im Wege stehen. Die Blumenbewegung sucht auch Sponsoren und zu bestellen sind die Gartenguerrilleros auch noch.
Guerilla Gardening ist eine feine Sache, aber ebenso wie gutes Graffiti und Streetart bedarf es keine eingeschworene Öffentlichkeit oder Sponsoring dazu, sondern die klandestine Aktion und das dazugehörige subversive und kreative Potenzial. Wie Schneider und Schilling aber das urbane Gärtnern anpreisen, erinnert eher an Sauberkeitskampagnen der Magdeburger Stadtverwaltung. Der Witz (lies: die Tragik) ist doch, dass Schönheit blumenverzierter Verkehrsinseln oder Sauberkeit hundekotbefreiter Gehwege die gesamtgesellschaftliche Scheisze unberührt lassen. Sicher, wenn wir uns beim gemeinsamen urbanen Gärtnern besser kennen lernen, ist das schon mal etwas. Blumenbeete sind toll, keine Frage. Aber was ist mit Ernährung? Brachflächen ungefragt aufzuhübschen ist nett… Ist es aber möglich darauf Gemeinschaftsgärten zu starten? Wie war das noch mal mit Privateigentum? Welche Rolle spielt freies Saatgut im agrarindustriellen Kontext? Ich bin gespannt, was sich aus der Idee hier in Magdeburg ergibt. Aber es kann beim Guerilla Gardening um mehr gehen als ums Aufhübschen öder Innenstädte.
Yesterday we took our bikes and left all concrete behind to have a picknick along the river of the city we inhabit. Although windy and cloudy at first, it turned into an enjoyable evening. The girls and social scientists teams won in Boule against the teams of the boys and engineers–if you permit fuzzy borders and some overlap. Thanks everybody for joining in. Uwe found it to be a paradise-like place and took some beautiful photos.
Today it occurred to me (again) that urban planning and city lifestyle weaves itself like a red thread through many contemporary issues. In the previously mentioned CBC radio programme it was discussed that among other factors, the location where one lives in the city and the fact whether certain services and shops are within walkable (or public transport) distance seem to have quite an impact on one’s health and happiness. Tonight the editor and founder of WorldChanging Alex Steffen gave an inspiring and motivating talk about interesting ideas for how to address global warming and the general disconnect between humankind and earth. Check out his TED talk on similar things. He talked about all kinds of ideas, products and services that make a contribution by contributing less waste or emissions and by using up less resources. Great examples are sharing of cars, tools, and even handbags. When asked what he considers the three major innovations, he responded with a list of interventions and named urban planning as the first one. While i am not sure whether it is interesting what some urban planners are doing, i certainly think that what they should be doing is worth taking a closer look.
Eigentlich weise ich nicht noch einmal auf Kommentare hin, weil es hier normalerweise auch nicht so viele davon gibt. Das ist hier ja nur eine kleine Insel verschrobener Gedanken oder so. Aber: in der Diskussion mit Holodoc zu den Helden auf Fahrrädern hat sich I was born under a wandering star zu Wort gemeldet und triftige Gründe zusammengetragen, warum es sich lohnt Fahrrad zu fahren. Ich zitiere diese hier, damit sie nicht untergehen:
Liebe Skeptiker, es geht beim Retten der Erde nicht alleine ums CO2, auch wenn das jetzt gerade mal besonders häufig in den Medien besprochen wird, sondern um Umweltschutz allgemein:
um die Faktoren, wie Anarchitect schon angesprochen hat (lokale Produkte konsumieren usw.)
um erheblich verringerte Energie- und Materialmengen in der Produktion eines Fahrrades im Vergleich zum Automobil
um die Verhinderung des weiteren Zubetonierens von Landschaft zum Füttern des Mobilitätsgötzen “motorisierter Individualverkehr”
darum zu verhindern, dass millionen von Tier- und Pflanzenarten ausgelöscht werden
um die Verhinderung von Kriegen um den Energieträger Erdöl
um Gesundheitsaspekte: wer sich den ganzen Tag nicht bewegt und dann abends mit dem PKW nachhause fährt, lebt ungesünder und denkt weniger klar und benötigt vermutlich später im Alter einen teuren und energieaufwändigen Fuhrpark, um seine eingeschlafenenen Lebensfunktionen zu reanimieren
um das Bewusstsein, dass man sich auch im näheren Lebensumfeld gesund bewegen kann und nicht erst (überspitzt geschrieben) mit dem Flieger nach Tibet fliegen muss (hohe C02-Emission!), um sich dann im Himalaya auszupowern
um eine Wertschätzung der eigenen Lebensenergie und der Ressourcen des Umfeldes: kein großkotziges “Think Big”-Gehabe. Ein dicker Schlitten allein macht noch keine Persönlichkeit
u.v.m.
Kurz: durch Radfahren und die Bewegung an der (dann wieder verstärkt) frischen Luft wird der Tunnelblick des PKW-Fahrers geweitet…
The British Cyclists’ Touring Club (CTC) is advertising the bicycle (high res version) as the suitable means for facing climate change for the rest of us: “You don’t have to be a superhero to save the planet”. More info on the campaign website.
Two days ago this strangely different version of Clocks was played in Projekt 7 at the FGSE party and i find the corresponding video quite appealing. It addresses some environmental issues and in my eyes shows that talking about climate change is not meant to spread fear but hope. The idea is to spread the will to make a difference where there has been mostly denial and ignorance. But i guess this is just my wishful interpration of the video. The song is part of the remix sampler Rhythms del Mundo.
Die Gegenaktivitäten zum G8-Gipfel sind bereits in vollem Zuge und die Ente notiert dazu passend Brechts Moldaulied “Es wechseln die Zeiten”. Tatsächlich passen die Zeilen – wenn mensch es wahr haben will – auch auf die nächsten Tage.
Vertreter gewisser mächtiger Staaten des Nordens verbarrikadieren sich in einem Luxushotel am Ostseestrand, um sich der Weltpolitik anzunehmen, während sie bis heute beweisen, dass sie nicht den politischen Willen haben, Armut, Umweltzerstörung und Krieg wirklich zu bekämpfen. Wie sonst lässt sich erklären, dass der globale Norden keine effektiven Masznahmen ergreift, um die Handelsbedingungen für schwächere Marktteilnehmer zu begünstigen, globale Erwärmung aufzuhalten oder die weitere Ausbreitung von Klein- und Massenvernichtungswaffen einzudämmen? Entscheider, die diese Situation mit zu verantworten haben, dürfen nicht in Ruhe gelassen werden.
Wenn sich Regierungen als willenlos und inkompetent erweisen, die Herausforderungen der Zeit zu erkennen, müssen soziale Bewegungen die nötigen Veränderungen herbeiführen und überkommene Strukturen überwältigen. Viele Menschen machen sich auf den Weg nach Rostock und Heiligendamm, um Unmut und Utopie zu teilen und zu artikulieren. Dass diese Menschen aus so verschiedenen Kontexten wie Kirchen, Gewerkschaften, Vereinen und Bürgerinitiativen von Politik und Medien als gewaltbereite Chaoten disqualifizert werden, zeigt wie stark die Achtung demokratischen Handelns in der politischen und medialen Klasse gesunken ist.
Ich bin der Meinung, dass der G8-Gipfel ein Relikt aus alten Zeiten war, das es nicht mehr aufrechtzuerhalten gilt. Die Strukturen, die dieser Gipfel symbolisiert, stehen den Prinzipien von Demokratie, Solidarität und Frieden stark entgegen und oft auch im Weg. Die Lösung der globalen Probleme liegt nicht hinter dem Sicherheitszaun, sondern in den vielen offenen Camps und diskursiven Foren während dieses Gipfels aber auch zu vielen anderen Gelegenheiten.
Während die globalisierungskritische Bewegung dem Gipfel die Legitimation abspricht, befindet sich die politische Klasse bereits in der Sinnkrise. Daher lohnt es sich nicht, an diese konfuse Gruppe von Menschen, die sich nicht der Perversion dieses Treffens bewusst wird, Forderungen zu stellen, während schon längst neue Praktiken jenseits der verbrannten Erde konventioneller Politik und Ökonomie entstehen.
Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine.
Nachdem ich hier schon stencilistisch mit fast linguistischen Ausschweifungen argumentiert habe, dass radfahrende Menschen attraktiver sind, manifestiert sich nun die über uns hereinbrechende Umweltbewusstseinsrevolution in gesprochener oder zumindest gebloggter Sprache im Fachbereich Sexualität/Partnersuche. Denn: der modebewusste (noch-)Single ist in diesen Tagen nicht metrosexuell sondern ökosexuell. Es zählt nicht mehr nur Hirn, Humor und gewisse Äuszerlichkeiten. Eine besondere Beziehung zur Natur ist gefragt.
Am kommenden Mittwoch gibt es eine Gelegenheit in Magdeburg sich öffentlich ökosexuell zu geben: der Vortrags- und Filmabend (Eine unbequeme Wahrheit/Inconvenient Truth) organisiert von der hiesigen Grünen Hochschulgruppe (GHG), von der mensch just in Zeiten des Hochschulwahlkampfs einiges hört. Komisch.
Apropos Natur, GHG und so: das GHG-Wahlplakat für die Gremienwahlen hat ein Reh drauf, das man findet wenn man via Google nach Rehbildern sucht. Es ist zufälligerweise ein Reh von einem Stencilsticker aus Stockholm, das ich auch dort angetroffen hatte. Bei matt wie glaenzend gibt es eine noch bessere Variante, die mensch glatt als Stencilvorlage oder Wahlplakat nehmen könnte. Mensch müsste allerdings vorher fragen, weil die Urheberin ausdrücklich auf ihrer Seite schreibt: “Das Reh sowie alle anderen Bilder dürfen nicht genutzt werden.” Hmm…